03.02.2017 Fabian Strebin

Munich Re auch auf der Suche?

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MunichRe
Trendthema

Die Übernahmewelle in der Versicherungsbranche kommt 2017 ins Rollen. Neben der Allianz scheint auch die Munich Re auf der Suche nach einem Übernahmeziel zu sein. Laut Handelsblatt würde ein Zukauf aber nicht in der klassischen Rückversicherungssparte erfolgen. „Was wir dort zukaufen, könnten wir danach teilweise wieder verlieren“, erläutert Finanzvorstand Jörg Schneider. „Denn unsere Kunden möchten ihr Risiko verteilen und nicht allein bei einer Adresse absichern.“

„Erstversicherer mit einer spezialisierten Ausrichtung, die unser Know-how ergänzen und für die wir eine größere Plattform bieten, wären ideale Übernahmepartner“, so Schneider weiter. Mit einer Übernahme in diesem Segment könnte die Munich Re das Geschäft der Konzerntochter ERGO stärken. Der Lebensversicherer befindet sich derzeit im Umbau, da das Geschäft zuletzt schwächelte.

Zahlen im Fokus

Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Am kommenden Donnerstag wird die Munich Re zuerst ihre Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorstellen. Die Analysten erwarten im Schnitt einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro, nach 3,1 Milliarden Euro 2015. Erfreulicher für Anleger dürfte dagegen die Dividendenschätzung der Experten sein: Nach 8,25 Euro je Aktie rechnen sie jetzt mit mindestens 8,50 Euro.

Weiterhin ein Kauf

Trotz des schwierigen Umfelds 2016 dürfte die Munich Re sich passabel gehalten haben. Behalten die Analysten recht, sollte zudem die Dividende steigen. Verwundern würde das nicht, zählen die Münchener doch seit Jahrzehnten als verlässlicher Zahler. Mit einem aktuellen KGV von 11 ist die Aktie nicht zu teuer, zumal eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent lockt. Die Marke von 175,88 Euro dient als Unterstützung. Anleger können weiter zugreifen, das Kursziel des AKTIONÄR liegt bei 200,00 Euro. Ein Stopp sollte bei 160,00 Euro gesetzt werden.