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Terror gegen Sam Altman – so reagiert das KI‑Genie

Terror gegen Sam Altman – so reagiert das KI‑Genie
Foto: Toby Melville/empics/picture alliance/dpa
Jan-Paul Fóri Heute, 08:40 Jan-Paul Fóri

Die Bullen sind zurück: Nach einer zähen Durststrecke drehen die KI-Highflyer an der Wall Street wieder auf. Doch während Nvidia, Microsoft und Co wieder Gas geben, sorgt ein Terroraktion gegen OpenAI-Chef Sam Altman für einen Schock in der Branche. Das KI-Genie meldet sich zu Wort.

Am Freitagabend kam es in San Francisco zu einem gezielten Angriff auf das Wohnhaus des Tech-Managers. Ein 20-jähriger Mann aus Texas, der als Daniel Moreno-Gama identifiziert wurde, soll laut Behörden einen Brandsatz, mutmaßlich eine Art Molotowcocktail, auf das Anwesen geworfen haben. Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich neben Altman auch ein Sicherheitsmitarbeiter vor Ort, verletzt wurde jedoch niemand. 

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Quelle: Justizministerium der Vereinigten Staaten
Das vom US-Justizministerium veröffentlichte Bild soll den mutmaßlichen Täter zeigen, der am 10. April einen Brandsatz auf das Anwesen von OpenAI-CEO Sam Altman in San Francisco geworfen haben soll.

Die Ermittler sprechen von einer geplanten und gezielten Attacke. Nur kurze Zeit nach dem Angriff auf das Privathaus zog der Täter weiter zum Hauptsitz von OpenAI in San Francisco. Dort schlug er laut Anklageschrift mit einem Stuhl auf die Glastüren ein und äußerte dabei Drohungen, das Gebäude niederbrennen und die sich darin befindlichen Personen töten zu wollen. Noch in derselben Nacht wurde Moreno-Gama vor Ort festgenommen.

Moreno-Gama
Quelle: Justizministerium der Vereinigten Staaten
Laut dem US-Justizministerium soll dieses Bild zeigen, wie Moreno-Gama mit einem Stuhl auf die Glastüren des OpenAI-Hauptsitzes einschlägt.

Bei seiner Festnahme fanden die Behörden mehrere Brandvorrichtungen, einen Kanister mit Kerosin sowie ein Feuerzeug. Zudem soll der Verdächtige ein selbst verfasstes, mehrteiliges Mainfest mit sich geführt haben, in dem er sich radikal gegen Künstliche Intelligenz positionierte. Ein Abschnitt trug den Titel „Your Last Warning“ und rief explizit zur Tötung von CEOs von KI-Unternehmen sowie deren Investoren auf. In dem Schriftstück soll er auch konkrete Namen und Adressen von Führungskräften und Investoren notiert haben, darunter offenbar auch Altman selbst.

Altman ruft zur Deeskalation auf

Nur wenige Stunden nach dem Molotow-Anschlag auf sein Haus in San Francisco meldete sich OpenAI-CEO Sam Altman selbst zu Wort und bezog öffentlich Stellung. In einem ausführlichen Blogbeitrag veröffentlichte er ein Familienfoto mit seinem Ehemann und seinem Kind, verbunden mit einem klaren Appell: Er hoffe, dass dies „die nächste Person davon abhalten könnte, einen Molotowcocktail auf unser Haus zu werfen, egal, was sie von mir hält“.

Gleichzeitig ging Altman auf die aufgeheizte Debatte rund um Künstliche Intelligenz ein, die offenbar als Motiv hinter der Tat steht. Trotz aller Kontroversen forderte er eine Deeskalation: „Während wir diese Debatte führen, sollten wir die Rhetorik und die Methoden entschärfen und versuchen, weniger Explosionen in weniger Häusern zu haben, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne“, schrieb er.

Altman zeigte dabei auch Verständnis für die wachsenden Sorgen in der Bevölkerung. Die Ängste rund um KI seien „berechtigt“, schließlich erlebe die Gesellschaft gerade „die größte Veränderung seit sehr langer Zeit, vielleicht überhaupt“. Gleichzeitig betonte er jedoch die Chancen der Technologie und zeigte sich überzeugt, dass technologischer Fortschritt „die Zukunft unglaublich gut machen kann“.

Die Ereignisse rund um den Anschlag auf Altmans Haus wecken Erinnerungen an den März 2024. Damals legten Linksextremisten der „Vulkangruppe“ die Stromversorgung der Tesla-Gigafactory in Grünheide durch einen Brandanschlag auf einen Strommast lahm (siehe weiterführende Artikel oben). Die Produktion stand tagelang still, der Schaden ging in die Hunderte Millionen. Das Ziel war damals: Den „Kapitalismus und die Zerstörung von Ressourcen“ durch High-Tech-Pioniere gewaltsam zu stoppen. 


Nvidia (WKN: 918422)

Mit der Festnahme des Verdächtigen dürfte das Thema bereits vom Tisch sein. Die Märkte jedenfalls reagierten entspannt: Am Mittwoch gab es neue Rekordhochs bei den US-Indizes. Welche Titel jetzt kaufenswert sind, erfahren Sie in der neuen Ausgabe, die Sie hierherunterladen können.

DER AKTIONÄR 17/2026
Quelle: Börsenmedien AG

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