Die Comebacks nach Corona
28.12.2020 Marion Schlegel

Moderna: Wichtige Entscheidung in der kommenden Woche

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MODERNA

In Deutschland hat am Wochenende die Impfung gegen das Coronavirus begonnen. Der einzige Impfstoff, der bislang hierzulande zugelassen ist, ist der vom Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech und seinem US-Partner Pfizer. Doch bald könnte ein weiterer Impfstoff verfügbar sein. Anfang Januar – genauer gesagt am 6. Januar – soll über die EU-Zulassung des Corona-Impfstoff vom US-Biotech-Unternehmens Moderna entschieden werden.

MODERNA (WKN: A2N9D9)

Bislang ist das Mittel bereits in zwei Ländern zugelassen. Nach den USA hat auch Kanada den Einsatz des Coronavirus-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna vor Kurzem erlaubt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ottawa am vergagnenen Mittwoch mit. Es ist nach dem Präparat von Pfizer/BioNTech das zweite Präparat im Einsatz in Kanada. Vergangene Woche hatte Premierminister Justin Trudeau erklärt, dass Kanada noch im Dezember bis zu 168.000 Dosen des Moderna-Impfstoffs bekomme und dass die Auslieferung innerhalb von 48 Stunden nach der Genehmigung des Ministeriums beginnen könne.

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Modernas Mittel braucht zwei Impfdosen im Abstand von vier Wochen, um wirksam zu sein; von Pfizer/BioNTechs Mittel wird nach drei Wochen eine zweite Dosis verabreicht. Es muss beim Transport aufwendiger gekühlt werden als Modernas Impfstoff.

Beide Mittel hatten in Testreihen eine hohe Wirksamkeit von um die 94 Prozent und nur wenige Nebenwirkungen gezeigt. Allerdings ist noch unklar, wie lange die Impfwirkung anhält, weil die behandelte Form des Coronavirus erst seit rund einem Jahr bekannt ist.

Die Aktien der Impstoff-Unternehmen befinden sich nach der starken Rallye in den vergangenen Monaten derzeit auf Korrekturfahrt. Diese setzt sich auch in der laufenden Woche fort. Die Aktie von Moderna verliert am Montagvormittag auf der Handelsplattform Tradegate gut sechs Prozent auf 100,14 Euro. DER AKTIONÄR empfiehlt nach den jüngsten Teilgewinnmitnahmen, die Restposition weiter laufen zu lassen.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Moderna.

(Mit Material von dpa-AFX)