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13.12.2021 Michel Doepke

Moderna: Neuer Deal

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Moderna

Die Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff Spikevax aus dem Hause Moderna bleibt hoch. So konnte das Unternehmen den Deal mit der Impfstoffinitiative COVAX ausweiten. Am Freitag wurde diese Nachricht allerdings von Studiendaten zu einem potenziellen Grippe-Vakzin auf mRNA-Basis überschattet, die die Moderna-Aktie unter Druck setzten.

Doch zunächst zu der Liefervereinbarung: Im Jahr 2021 wird Moderna 20 Millionen weitere Corona-Impfstoff-Dosen an COVAX versenden. Damit beläuft sich dann die ausgelieferte Menge im Kalenderjahr auf 54 Millionen Stück.

Im kommenden Jahr werden die Auslieferungen an die mit COVAX verknüpfte Impf-Allianz Gavi weiter erhöht. Im ersten Quartal 2022 sollen es bis zu 96,5 Millionen Dosen sein und weitere 116,5 Millionen Stück im zweiten Quartal kommenden Jahres. Laut Moderna konnte eine neue Liefervereinbarung mit Gavi getroffen werden. Demnach erwirbt die Allianz im zweiten Quartal 2022 20 Millionen weitere Dosen und hat die Möglichkeit, im Zeitraum zusätzliche 30 Millionen Dosen zu erwerben. Und auch im dritten Quartal kann Gavi bei Moderna eine Option ziehen – in diesem Fall für 100 Millionen Dosen.

Kurzum: Mit allen Vereinbarungen hat Gavi die Möglichkeit, bis zu 650 Millionen Dosen Spikevax zu beziehen. Die Nachricht zur neuen Liefervereinbarung ist am Freitag letzter Woche allerdings verpufft. Überschattet wurde die positive Meldung von Studiendaten zu einem potenziellen Grippe-Impfstoff von Moderna. 

Wie Reuters berichtete, sei der mRNA-Impfstoff möglicherweise nicht stark genug, um ihn einen Vorteil gegenüber zugelassenen Grippeimpfstoffen auf dem Markt zu verschaffen, insbesondere bei älteren Menschen.

Moderna (WKN: A2N9D9)

Spikevax beschert Moderna milliardenschwere Umsätze und Gewinne. Mit den finanziellen Mitteln kann das Unternehmen die breite klinische Entwicklungspipeline weiter vorantreiben. DER AKTIONÄR bleibt langfristig für den Biotech-Wert optimistisch gestimmt, auch wenn die jüngsten Daten zum Grippe-Impfstoff nicht überzeugen konnten. Der Favorit unter den mRNA-Playern bleibt allerdings klar die Aktie von BioNTech.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist un-mittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von BioNTech befinden sich im AKTIONÄR-Depot.

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