Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitern in vier Ländern freiwillige Abfindungen an. Der Konzern will seine Kosten effizienter gestalten, während Milliarden in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen. Das Programm betrifft rund 27 Prozent der weltweiten Belegschaft.
- 60.000 Mitarbeiter in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien sind teilnahmeberechtigt.
- 31. Dezember ist der geplante Austrittstermin für Teilnehmer.
- Über 50 Milliarden Dollar dürfte Microsoft im September-Quartal für Investitionen ausgeben.
Das neue Programm richtet sich an Mitarbeiter bis einschließlich Erfahrungsstufe 70 und reicht damit bis in höhere Führungsebenen. Eine konkrete Zielzahl für die Anzahl der Teilnehmer gibt es laut einem Insider nicht. Die Entscheidung müssen die Beschäftigten Anfang Dezember treffen.
KI-Boom wird zum Kostentreiber
Microsoft investiert massiv in Rechenzentren, um die wachsende Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz zu bedienen. Zu den Kunden seiner Cloud-Dienste zählen unter anderem OpenAI und Anthropic. Im Vorjahresquartal lagen Investitionen und Finanzierungsleasing noch bei 34,9 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig baut der Konzern seine Organisation um. Bereits im April hatte Microsoft ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm für US-Mitarbeiter angekündigt. Im Juli folgten Pläne zum Abbau von 4.800 Stellen. Nun erhalten deutlich mehr Beschäftigte die Möglichkeit, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.
Microsoft setzt zudem verstärkt auf KI-Werkzeuge in Entwicklung, Vertrieb und Lieferketten. Der Konzern will seine Geschäftsmodelle anpassen und Kunden zunehmend nach der tatsächlichen KI-Nutzung abrechnen.
Zahlen am Mittwoch im Fokus
Am Mittwoch stehen die Quartalszahlen an. Anleger dürften besonders auf die Investitionsausgaben, die Entwicklung des Cloud-Geschäfts und die Profitabilität achten. Der Spagat ist anspruchsvoll: Microsoft muss seine KI-Offensive finanzieren, ohne die finanzielle Stärke des Konzerns zu gefährden.
DER AKTIONÄR wird morgen einen detaillierten Vorabbericht mit den Markterwartungen zu den anstehenden Quartalszahlen veröffentlichen. Im Vorfeld lassen Anleger die Gewinne laufen. Seit der Empfehlung in 13/26 hat das Papier um rund ein Drittel zugelegt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.
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