Der US-Speicherchiphersteller Micron Technology hat starke Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertraf der Konzern die Prognosen der Analysten spürbar. Auch der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr fällt besser aus als an der Wall Street erwartet.
Im abgelaufenen vierten Quartal kletterte der bereinigte Umsatz auf 54,23 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatten hier lediglich 11,32 Milliarden Dollar gestanden. Analysten hatten im Schnitt mit 51,49 Milliarden Dollar gerechnet. Auch beim Gewinn zeigte sich eine massive Steigerung. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 33,42 Dollar, nach 3,03 Dollar im Vorjahr. Die Schätzungen der Experten beliefen sich zuvor auf 31,83 Dollar. Die bereinigte Bruttomarge verbesserte sich deutlich von 45,7 Prozent auf 87 Prozent und lag damit über dem Marktkonsens von 86,2 Prozent.
Rechenzentren treiben das Wachstum
Der Grund für den Gewinnsprung: Die ungebrochene Nachfrage nach Speicherchips für Server und künstliche Intelligenz. Besonders das Segment Core Data Center stach hervor. Der Bereich erzielte einen Umsatz von 18,00 Milliarden Dollar, während Analysten lediglich 11,34 Milliarden Dollar erwartet hatten.
Auch die anderen Sparten wuchsen kräftig. Im Segment Cloud Memory verbuchte Micron 16,28 Milliarden Dollar und übertraf damit die Schätzung von 15,14 Milliarden Dollar. Der Bereich Mobile and Client steuerte 13,11 Milliarden Dollar bei. Automotive and Embedded erreichte 6,82 Milliarden Dollar, während Experten hier mit 4,73 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der operative Cashflow belief sich im Quartal auf 43,97 Milliarden Dollar und fiel damit deutlich höher aus als die prognostizierten 33,87 Milliarden Dollar.
Starker Ausblick auf das erste Quartal
Für das laufende erste Quartal stellt Micron weiteres Wachstum in Aussicht. Das Management rechnet mit einem bereinigten Umsatz zwischen 60 Milliarden und 63 Milliarden Dollar. Die Konsensschätzung der Analysten lag vorab bei 56,77 Milliarden Dollar.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Unternehmen eine Spanne von 37,15 bis 39,15 Dollar an. Auch hier liegt der Mittelwert über den Markterwartungen von 36,02 Dollar. Einzig bei der Profitabilität zeichnet sich eine minimale Delle ab: Die bereinigte Bruttomarge sieht Micron bei rund 86,3 Prozent, während Analysten im Schnitt mit 86,7 Prozent kalkuliert hatten. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zogen im vierten Quartal um 83 Prozent auf 1,91 Milliarden Dollar an. Entsprechend steigen auch die operativen Kosten für das Auftaktquartal leicht an.
Micron profitiert in vollem Umfang vom Investitionsboom in Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur. Die Zahlen für das vierte Quartal zeigen eine außergewöhnliche Margenstärke und einen extrem hohen Cashflow. Anleger bleiben an Bord.
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