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Meta auf Tauchstation: Schlimmster Tag seit einem Jahr

Meta auf Tauchstation: Schlimmster Tag seit einem Jahr
Meta Platforms Inc -%
Lukas Meyer Heute, 11:30 Lukas Meyer

Die Meta-Aktie bricht ein. Fast acht Prozent verlor der Titel am gestrigen Donnerstag. Es ist der stärkste Rückgang seit einem Jahr. Hinter dem Ausverkauf steckt mehr als nur ein Faktor. Juristische Risiken, Milliardeninvestitionen und ein schwacher Markt treffen gleichzeitig. Wie tief geht es jetzt?

Die Aktie von Meta hat am Donnerstag rund acht Prozent verloren und bei 547,75 Dollar geschlossen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 17 Prozent. Vom Rekordhoch bei 796 Dollar aus dem August 2025 ist das Papier inzwischen rund 31 Prozent entfernt. Der Kurs liegt damit deutlich unter GD50, GD100 und GD200. Der Trend zeigt nach unten.

Meta (WKN: A1JWVX)

Klagewelle rollt

Auslöser des Abverkaufs sind zwei Gerichtsurteile in den USA. Eine Jury in Los Angeles sprach einer Klägerin sechs Millionen Dollar zu. Meta trägt laut Urteil 70 Prozent der Verantwortung. In New Mexico verhängte ein Gericht zusätzlich eine Strafe von 375 Millionen Dollar wegen Verstößen beim Jugendschutz. Die Summen sind für einen Konzern mit rund 200 Milliarden Dollar Jahresumsatz verkraftbar. Entscheidend ist der Präzedenzfall. Erstmals wird die Haftung der Plattformen für Inhalte ausgeweitet.

Mehr als 2.400 ähnliche Klagen sind bereits gebündelt anhängig. Weitere Verfahren laufen auf Ebene einzelner Bundesstaaten. Marktteilnehmer vergleichen die Entwicklung mit den ersten Klagen gegen die Tabakindustrie. Entsprechend geraten auch Snap, Pinterest und Reddit unter Druck. Teilweise verlieren die Aktien über zehn Prozent.

Zusätzlichen Druck erzeugt der Umbau im Konzern. Meta streicht rund 700 Stellen. Gleichzeitig steigen die Investitionen massiv. Für 2026 plant das Unternehmen Ausgaben von 115 bis 135 Milliarden Dollar. Ein neues Rechenzentrum in Texas soll allein bis zu zehn Milliarden Dollar kosten. Anders als Amazon, Microsoft oder Alphabet verfügt Meta über kein Cloudgeschäft, das diese Investitionen direkt refinanziert.

Markt bleibt skeptisch

Auch der Gesamtmarkt liefert Gegenwind. Der Nasdaq verliert über zwei Prozent und rutscht mehr als zehn Prozent unter sein Hoch. Die großen Tech-Werte stehen damit insgesamt unter Druck.

Am Optionsmarkt sichern sich Investoren verstärkt ab. Das Verhältnis von Put- zu Call-Optionen steigt. Die implizite Volatilität bleibt hoch. Große Anleger verkaufen verstärkt Kaufoptionen und kassieren dafür Prämien.

Die Meta-Aktie wurde ausgestoppt. Die juristischen Risiken sind schwer kalkulierbar, die Investitionen hoch. Der Trend ist klar negativ. Die Aktie ist derzeit kein Kauf.

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