Die Papiere von Meta stehen am Donnerstag mächtig unter Druck, am Nachmittag beträgt das Minus rund sieben Prozent. Ausgelöst wurde der Absturz durch ein kürzliches Gerichtsurteil zu Social-Media-Sucht. Obwohl die Aktie mittlerweile wieder auf dem Niveau von September 2024 notiert, zeigen sich die Analysten größtenteils unbesorgt.
Die Experten von Bloomberg Intelligence sehen in den jüngsten Entwicklungen zwar ein dauerhaftes Schlagzeilenrisiko für das Jahr 2026, halten die möglichen finanziellen Folgen jedoch für grundsätzlich beherrschbar. Ihrer Einschätzung nach könnten die Verfahren in breit angelegte Vergleiche münden, die sich im niedrigen Milliardenbereich bewegen dürften. Für große Konzerne wie Meta, Alphabet oder auch TikTok seien solche Summen verkraftbar.
Rosenblatt Securities warnt davor, die Bedeutung der Urteile zu unterschätzen, betont jedoch, dass es noch zu früh sei, bestehende Investmentthesen grundlegend anzupassen. Die langfristigen Auswirkungen seien schwer abzuschätzen, insbesondere weil sich soziale Medien durch KI-getriebene Innovationen und neue Inhalte in den kommenden Jahren stark verändern dürften.
TD Cowen hebt hervor, dass die aktuellen Urteile zwar relevant sind, der entscheidende Fall jedoch noch bevorsteht: Eine Klage von 30 US-Bundesstaaten gegen Meta, deren Verhandlung für August 2026 angesetzt ist. Sollten sich die jüngsten Entscheidungen bestätigen – insbesondere in weiteren Verfahren – könnte Meta gezwungen sein, seine Plattformen grundlegend zu überarbeiten und zusätzlich finanzielle Vergleiche mit weiteren Klägern seien in Betracht zu ziehen.
Die Situation rund um die Klagen ist derzeit sehr undurchsichtig. Der des des AKTIONÄR bei 515 Euro hat noch vor dem heutigen, heftigen Absturz gegriffen und Anleger so vor größeren Verlusten bewahrt. Die Aktie ist derzeit kein Kauf.
Heute, 21:15