Meta steht vor einem radikalen Umbau. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag berichtete, plant der Facebook-Konzern einen Stellenabbau von über 20 Prozent der Belegschaft. Ziel ist es, die massiv steigenden Kosten für KI-Infrastruktur zu kompensieren und zugleich Effizienzgewinne durch den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz zu realisieren. Ende 2024 beschäftigte Meta rund 79.000 Mitarbeiter.
An der Wall Street stößt der Kurs auf breite Zustimmung. CEO Mark Zuckerberg treibt den Umbau hin zu einem KI-zentrierten Unternehmen mit hoher Geschwindigkeit voran – inklusive aggressiver Rekrutierung führender KI-Experten und milliardenschwerer Investitionen in Rechenkapazitäten. Analysten sehen darin eine klare strategische Neuausrichtung.
Die möglichen Einsparungen sind erheblich: Bei geschätzten Kosten von rund 500.000 Dollar pro Mitarbeiter könnten jährlich bis zu 8 Milliarden Dollar eingespart werden. Gleichzeitig dürfte KI die Produktivität deutlich steigern und langfristig die Margen verbessern. Einige Experten rechnen bereits mit positiven Effekten auf das operative Ergebnis ab 2027.
Trotz hoher Investitionen bleibt das Chance-Risiko-Profil anspruchsvoll. Meta setzt massiv auf KI – mit einem Investitionsvolumen von über 500 Milliarden Dollar in Infrastruktur. Verzögerungen oder operative Probleme könnten die erwarteten Erträge schmälern.
Dennoch überwiegt bei Analysten der Optimismus. Viele sehen Meta als einen der am besten positionierten Konzerne, um die Transformation hin zu einer KI-getriebenen Organisation erfolgreich zu meistern. Die Kursziele liegen teils deutlich über dem aktuellen Niveau – mit weiterem Aufwärtspotenzial. Insgesamt 71 der 79 von Bloomberg befragten Analysten raten zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 863,71 Dollar.
Das Analysehaus Jefferies gibt sogar ein Kursziel von 1.000 Dollar aus. „Die gemeldete Reduzierung der Belegschaft um rund 20 Prozent bei Meta würde bestätigen, dass KI beginnt, echte Produktivitätsgewinne im großen Maßstab zu liefern, und gleichzeitig hilft, einen erheblichen Anstieg der KI-Investitionen abzufedern. Die Schlussfolgerung ist nicht nur eine Verbesserung der Margen bei Meta, sondern auch ein breiteres Signal für den Tech- und Softwaresektor, da Investoren den Zusammenhang zwischen Mitarbeiterzahl, Wachstum und Profitabilität neu bewerten. Jede Reduktion der Kosten um eine Milliarde Dollar erhöht den Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 um etwa 0,4 Dollar. Meta bleibt unsere Top-Empfehlung“, so Jefferies.
Auch wenn die Aktie von Meta derzeit eine Verschnaufpause einlegt, das Papier bleibt aussichtsreich. Charttechnisch wäre die Rückeroberung der 50-Tage-Linie ein erstes wichtiges positives Signal. Dabeibleiben – ein Stopp bei 515,00 Euro sichert nach unten ab.
Heute, 07:34