Zscaler hat starke Quartalszahlen vorgelegt und die Erwartungen der Wall Street bei Umsatz und operativem Ergebnis übertroffen. Der Cloud-Sicherheitsspezialist zeigt damit erneut, warum Cybersecurity zu den wichtigsten Megatrends der digitalen Wirtschaft gehört.
- Zscaler überzeugte im vierten Quartal mit starkem Umsatzwachstum.
- Die operative Marge erreichte auf bereinigter Basis ein Rekordniveau.
- Zero Trust, KI-Sicherheit und wiederkehrende Erlöse bleiben die zentralen Wachstumstreiber.
Unternehmen können viele Investitionen verschieben. Beim Schutz vor Datendiebstahl, Erpressungssoftware und Systemausfällen ist das deutlich schwieriger. Genau davon profitiert Zscaler.
Zero Trust bleibt der Wachstumsmotor
Zscaler steht für cloudnative Sicherheitsarchitektur. Die Zero Trust Exchange prüft Zugriffe dynamisch und identitätsbasiert, statt Nutzern oder Geräten automatisch zu vertrauen. Dieses Modell passt in eine Arbeitswelt, in der Mitarbeiter, Daten und Anwendungen längst nicht mehr nur im klassischen Firmennetzwerk liegen.
Im vierten Quartal des am 31. Juli beendeten Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 25 Prozent auf 898,2 Millionen Dollar, erwartet wurden lediglich 877 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,19 Dollar, während der Konsens 1,09 Dollar erwartete. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 218,4 Millionen Dollar und entsprach einer Rekordmarge von 24 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr stellt Zscaler einen Umsatz von 3,91 bis 3,94 Milliarden Dollar in Aussicht.
Ein Blick hinter die Wachstumszahl lohnt sich allerdings. Die 25 Prozent sind nicht durchgängig organisch: Die zugekaufte Red Canary steuerte allein 141 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrenden Erlösen bei, ohne diesen Beitrag wuchsen sowohl die wiederkehrenden Erlöse als auch der Jahresumsatz um 20 Prozent. Auch das Tempo lässt nach. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Zscaler einen Umsatz zwischen 935 und 939 Millionen Dollar in Aussicht, ein Plus von rund 19 Prozent. Der Mittelwert von 937 Millionen Dollar liegt damit zwar über den Analystenerwartungen von 927 Millionen Dollar, markiert aber eine spürbare Verlangsamung. Der eigentliche Wermutstropfen steckt im Kapitalfluss: Der Free Cash Flow schrumpfte im vierten Quartal auf 60,8 Millionen Dollar und lag damit 65 Prozent unter dem Vorjahreswert – eine Folge der hohen Investitionen in die eigene Cloud-Infrastruktur.
KI erhöht den Sicherheitsdruck
Künstliche Intelligenz wirkt in der Cybersecurity in beide Richtungen. Angreifer können Attacken automatisieren, Schwachstellen schneller finden und Phishing deutlich professioneller skalieren. Gleichzeitig hilft KI auf Verteidigerseite, Datenströme zu überwachen, Angriffe früher zu erkennen und verdächtige Aktivitäten schneller einzuordnen.
Für Zscaler entsteht daraus ein doppelter Hebel. Je stärker Unternehmen KI einsetzen, desto größer wird der Bedarf, sensible Daten, interne Anwendungen und Nutzerzugriffe abzusichern. Besonders wichtig wird dabei der Schutz vor Datenabfluss in generativen KI-Anwendungen.
Cybersecurity bleibt Pflicht
Der Markt für IT-Sicherheit folgt anderen Regeln als viele zyklische Branchen. Neue Maschinen, Fahrzeuge oder Büroflächen lassen sich in schwierigen Phasen verschieben. Cyberabwehr nicht. Ein erfolgreicher Angriff kann Produktion, Kundendaten, Reputation und Geschäftsabläufe massiv beschädigen.
Genau deshalb bleiben Anbieter wie Zscaler strukturell gut positioniert. Wiederkehrende Softwareerlöse, langfristige Kundenbeziehungen und der Trend zur Plattformkonsolidierung machen das Geschäftsmodell planbarer.
Nach Palo Alto rückt Zscaler in den Fokus
Vor wenigen Wochen war bereits der Konkurrent Palo Alto Tipp der Woche im Megatrend Folger. Zscaler zeigt nun, dass der gesamte Cybersecurity-Megatrend weiter intakt ist.
Für den Megatrend Folger bleibt digitale Sicherheit ein zentrales Investmentthema. Zscaler verbindet Zero Trust, Cloud-Sicherheit und KI-Absicherung zu einer Plattform, die in der modernen Unternehmenswelt immer wichtiger wird.
Heute, 09:39
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