Die Hyperscaler haben nach ihren Quartalszahlen bereits kräftig vorgelegt. Nun könnte die zweite Reihe der KI-Profiteure folgen. Micron, KLA und Applied Materials notieren noch deutlich unter ihren Höchstständen – während der fundamentale Rückenwind durch den Ausbau der KI-Infrastruktur ungebrochen bleibt.
• Hyperscaler investieren weiter Milliarden in neue KI-Rechenzentren
• Micron, KLA und Applied Materials besitzen erhebliches Aufholpotenzial
• Neue Quartalszahlen könnten dem Chipsektor den nächsten Schub verleihen
Ob Cloud-Anwendungen, Onlinehandel oder Künstliche Intelligenz: Ohne leistungsfähige Halbleiter steht die digitale Welt still. Amazon, Microsoft und Alphabet investieren daher weiterhin gewaltige Summen in neue Rechenzentren und haben an der Börse zuletzt bereits kräftig zugelegt.
In der zweiten Reihe des KI-Booms notieren dagegen einige der wichtigsten Chip-Profiteure noch spürbar unter ihren jüngsten Höchstständen. Daraus ergibt sich eine spannende Ausgangslage.
Die nächste Aufholjagd steht bevor
Micron Technology, KLA und Applied Materials besetzen zentrale Positionen innerhalb der Halbleiterindustrie. Micron liefert Speicherchips für KI-Server. KLA kontrolliert mit seinen Inspektions- und Messsystemen, ob immer komplexere Halbleiter zuverlässig produziert werden können. Applied Materials bietet einen breiten Werkzeugkasten für die Fertigung modernster Chips.
Die jüngste Korrektur hat bei allen drei Aktien neue Einstiegschancen eröffnet. Bei einzelnen Werten sehen Analysten vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von mehr als 50 Prozent.
Besonders auffällig ist die Bewertung von Micron. Auf Basis der erwarteten Gewinne für 2027 wird die Aktie derzeit lediglich mit einem einstelligen KGV von unter 6 gehandelt. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory für KI-Rechenzentren enorm. Große Teile der verfügbaren Kapazitäten sind bereits langfristig vergeben.
Neue Zahlen könnten den Funken liefern
Am heutigen Mittwochabend richten sich die Blicke zunächst auf Sandisk und Western Digital. Beide Speicher-Spezialisten öffnen nach US-Börsenschluss ihre Bücher. Starke Zahlen und ein überzeugender Ausblick könnten dem gesamten Speicher- und Halbleitersektor neuen Schwung verleihen.
Eine Woche später folgt Applied Materials. Entscheidend wird sein, ob die Nachfrage nach Anlagen für KI-Chips, moderne Speicher und Advanced Packaging weiterhin auf hohem Niveau liegt.
Kurzfristig können Quartalszahlen für stärkere Schwankungen sorgen. Übergeordnet bleibt der Trend jedoch intakt: Je mehr Rechenleistung die Hyperscaler aufbauen, desto mehr Speicher, Fertigungsanlagen und Kontrollsysteme werden benötigt.
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Micron, KLA und Applied Materials erfüllen dieses Kriterium. Alle drei verfügen über hohe technologische Eintrittsbarrieren, starke Marktpositionen und direkten Zugang zu den milliardenschweren Investitionen der Halbleiterindustrie.
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