20.11.2019 Markus Bußler

McEwen: Der Gold-Schock!

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McEwen Mining
Trendthema

McEwen Mining schockte gestern nachbörslich den Markt. Der in Mexiko, Argentinien, Kanada und den USA tätige Goldproduzent will sich auf dem Finanzmarkt frisches Kapital besorgen. Gestern nachbörslich kündigte der Konzern diese Maßnahme an. Jetzt kamen die Details. Und die sind alles andere als schmeichelhaft für die Investoren.

McEwen will 50 Millionen US-Dollar einsammeln. Die neuen Aktien sollen bei 1,325 Dollar ausgeben werden. Dazu gesellt sich ein ganzer Warrant bei 1,7225 Dollar. Die Aktie selbst ging gestern bei 1,51 Dollar aus dem Handel. Die Kapitalmaßnahme erfolgt also mit einem Abschlag von rund zwölf Prozent auf den Schlusskurs von gestern. Dazu gesellt sich auch noch ein Warrant – also ein Bezugsrecht für die Zeichner der Finanzierungsrunde. Das ist doch ein sehr deutlicher Abschlag bei McEwen Mining. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen ist es nicht die erste Kapitalmaßnahme, die McEwen durchführte. Schon im Zusammenhang mit der Black-Fox-Übernahme und des Baus von Gold Bar hat der Konzern Geld bei den Aktionären eingesammelt. Sicherlich hätte sich der eine oder andere gewünscht, dass ein Produzent dies aus dem Cashflow bewerkstelligen kann. Zum anderen – und das ist sicherlich das gravierendere Problem: McEwen ist das Geld tatsächlich ausgegangen. Ende des dritten Quartals hatte der Konzern noch knapp 4,3 Millionen Dollar Cash. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, der Konzern hätte Beteiligungen an anderen Unternehmen verkauft, um liquide zu bleiben. Es ist also höchste Zeit für eine Finanzspritze.

McEwen Mining (WKN: A1JS7T)

Für die Aktionäre sind die Finanzierungskonditionen alles andere als schmeichelhaft. Doch für McEwen Mining geht es letztlich darum, dass Geld einzusammeln, da man andernfalls tatsächlich größere Probleme vor sich haben könnte. Verkäufe von Assets will der Konzern sicherlich vermeiden. Von daher geht man den bitteren Weg einer Kapitalerhöhung. Die Aktie geriet heute bereits in Deutschland unter Druck. Dieser Druck setzt sich in Nordamerika fort. Eine rasche Erholung ist zunächst nicht zu erwarten. Da muss erst die Kapitalerhöhung abgeschlossen werden.