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Lufthansa: UBS sieht 65 Prozent Potenzial

Lufthansa: UBS sieht 65 Prozent Potenzial
Foto: Fraport AG
Deutsche Lufthansa AG -%
12.08.2024, 15:06 ‧ Carsten Kaletta

Die Lufthansa-Aktie kommt einfach nicht vom Fleck. Auch zum Wochenauftakt machen die Papiere des Frankfurter Luftfahrtunternehmens keine Anstalten, eine echte Gegenbewegung zu starten – der Nahost-Konflikt drückt auf die Stimmung. Immerhin kommt am Montag eine – vor allem mit Blick auf das Kursziel - positive Analystenstimme aus der Schweiz. 

Die UBS hat nämlich die Einstufung für die Lufthansa-Papiere auf "Buy" mit einem Kursziel von 9,25 Euro belassen. Nach der Vorgabe hätte die Aktie rund 65 Prozent Aufwärtspotenzial – ausgehend vom aktuellen Kursniveau. 

Die Berichtssaison für das erste Halbjahr 2024 habe die Unterschiede zwischen den europäischen Fluggesellschaften verdeutlicht, schrieb Analyst Jarrod Castle in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Ergebnisse hätten ebenso variiert wie die Sommeraussichten. Castle teilt die Airlines in zwei Kategorien ein: diejenigen, die 2024 Gewinnwachstum und eine gesunde Sommersaison erwarten, und diejenigen, die derzeit bei der Preisgestaltung und/oder den Kostenaussichten stärker gefordert seien. Zur ersten Gruppe zählt er Jet2, IAG und EasyJet und zur zweiten Air France-KLM, Lufthansa, Wizz und Ryanair. 

Derweil hat die Lufthansa-Gruppe für eine weitere Woche ihre Flüge in die Krisenregion Nahost gestrichen. Bis einschließlich Mittwoch (21. August) bleiben alle Flüge von und nach Tel Aviv, Teheran, Beirut, Amman und Erbil ausgesetzt, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Bis dahin werden die Gesellschaften des Konzerns zudem den Luftraum über dem Irak und dem Iran nicht nutzen. Der vorherige Flugstopp hatte eine Laufzeit bis einschließlich Dienstag (13. August).

Hintergrund sind die Spannungen zwischen Israel und dem Iran, die einen Krieg - weit über den Gazastreifen hinaus - in der Region befürchten lassen. Reisenden mit Tickets bis einschließlich 31. August bietet Lufthansa kostenlose Stornierungen an. Die Flugsperre gilt für sämtliche Fluggesellschaften des Konzerns und für Fracht- und Passagiermaschinen gleichermaßen. Zur Lufthansa-Gruppe gehören neben der Kern-Airline noch Swiss, Austrian, Brussels Airlines und Eurowings. 

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Lufthansa dürfte es vorerst schwer haben, wieder den Weg gen Norden zu finden. Auch charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Anleger bleiben daher weiter außen vor. 

(Mit Material von dpa-AfX)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Lufthansa.

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