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24.02.2020 Börsen. Briefing.

Lufthansa, TUI, Ryanair: Bedrohung Coronavirus

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Sie sind die großen Verlierer der aktuellen Coronavirus-Krise: Airlines und Touristikunternehmen. Empfehlungen von Behörden, Reisen einzuschränken oder zurückzustellen, wirken sich belastend auf das Geschäft von Firmen wie Lufthansa, TUI und Ryanair aus. Teils zweistellige Kursverluste sind dabei Ausdruck zunehmender Unsicherheit bei Anlegern.

8,81 Prozent Verlust – an einem Tag. Aktionäre der Kranichlinie Lufthansa blicken auf einen rabenschwarzen Tag zurück. Stehen jedoch keinesfalls allein da. Auch Aktien anderer Airlines und Touristikunternehmen fanden sich zu Beginn der Woche auf der Verkaufsseite wieder. So büßten Ryanair in London 13,79 Prozent ein. TUI verbilligten sich im Computerhandel auf Xetra um 9,90 Prozent.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Gefahr "niedrig bis moderat"

Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 ist für Europäer nach EU-Einschätzung derzeit "niedrig bis moderat". Alle bisher berichteten Fälle in der Europäischen Union hätten klare epidemiologische Verbindungen, erklärte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Montag. Man habe Maßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung zu begrenzen. In Norditalien habe das Gesundheitswesen außerordentliche Schritte unternommen, um den Ausbruch des Virus einzudämmen.

Messen in Gefahr: Reiseaufkommen könnte sinken

Noch unklar ist, ob sich die Folgen einer weiteren Corona-Ausbreitung womöglich auch auf die Hannover Messe auswirken könnten. Die Deutsche Messe AG geht nach wie vor davon aus, dass das Branchentreffen in rund zwei Monaten wie geplant stattfinden kann. Vom 20. bis zum 24. April sollen laut letztem Stand mehr als 6000 Aussteller aus 70 Ländern in die niedersächsische Landeshauptstadt kommen. "Wir sind weiterhin in Verbindung mit den Gesundheitsbehörden und schauen uns die Entwicklung tagtäglich an", sagte ein Sprecher. Die Messe will hohe Hygienestandards sichern und erarbeitet ein Gesundheitskonzept.

MWC in Barcelona abgesagt

Die weltgrößte Mobilfunkmesse MWC in Barcelona wurde wegen der Gefahr durch das neue Coronavirus bereits abgesagt.

Die Zurückhaltung vieler Unternehmen  bei der Gewährung von Reisen ihrer Mitarbeiter trifft die Airlines. Werden Großevents wie die MWC oder die Hannover Messe abgesagt, belastet dies zusätzlich. Auch im Touristiksektor droht kurzfristig ein Rückgang der Nachfrage.

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