21.11.2019 Thorsten Küfner

Lufthansa: Nur noch sieben Tage …

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Deutsche Lufthansa
Trendthema

Nach dem kräftigen Kursanstieg seit Mitte August setzte bei der Lufthansa-Aktie in einem ohnehin eher schwächeren Marktumfeld zuletzt eine Korrekturbewegung ein. Grund zur Sorge besteht deshalb aber nicht. Aus charttechnischer Sicht ist dies sogar durchaus gesund zu werten. Indes drohen aber neue Probleme.

Denn bei der Lufthansa zeichnet sich weiterhin kein Frieden mit dem Kabinenpersonal ab. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo drohte am Mittwoch mit unbefristeten Streiks zur Vorweihnachtszeit, nachdem zuvor das Unternehmen von der Schlichtungsvereinbarung aus der vergangenen Woche zurückgetreten war.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor zwei Wochen rund 1.500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Die Uhr tickt

Die Ufo setzte dem Unternehmen eine Frist bis zum Donnerstag kommender Woche, dem 28. November. Bis dahin werde man keine Streiks veranstalten oder dazu aufrufen, erklärte der Vorstand der Gewerkschaft am Mittwoch in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt. "Wir werden dann voraussichtlich zu langfristigen Arbeitskämpfen greifen müssen, denn anders hat es bisher nicht funktioniert bei diesem Konzern", erklärte Ufo-Vize Daniel Flohr für den Fall des Scheiterns. Damit seien Streiks in der Vorweihnachtszeit möglich.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Es dürfte spannend bleiben, ob weitere Streiks nachhaltig abgewendet werden können. Die günstig bewertete Aktie der Lufthansa bleibt jedenfalls für mutige Anleger nach wie vor attraktiv. Wer investiert ist, sollte seine Position mit einem Stopp bei 13,40 Euro absichern. 

(Mit Material von dpa-AFX) 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa