05.02.2019 Thorsten Küfner

Lufthansa nach der Germania-Pleite: Das ist jetzt zu tun

-%
Lufthansa
Trendthema

Nachdem 2017 die Fluggesellschaft Air Berlin den Betrieb einstellen musste, hat es nun einen weiteren Konkurrenten der Lufthansa erwischt: Der Ferienflieger Germania, der zuletzt noch vier Millionen Passagiere pro Jahr beförderte, ist in finanzielle Schieflage geraten und hat heute nun auch Insolvenz angemeldet.

Bereits in der Nacht zum Dienstag wurde der Flugbetrieb eingestellt. Germania-Geschäftsführer Karsten Balke erklärte: „Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Wir bedauern sehr, dass uns als Konsequenz daraus keine andere Möglichkeit als die der Insolvenzantragsstellung blieb.“ Er bat zudem die Mitarbeiter und die Fluggäste um Entschuldigung.

Geringerer Effekt als bei Air Berlin
Die Aktie der Lufthansa kann im frühen Handel etwas Boden gut gemacht. Das Verschwinden eines Konkurrenten ist für den Platzhirsch (so bitter es natürlich auch vor allem für die Mitarbeiter ist) grundsätzlich positiv zu werten. Allerdings dürfte der Effekt aufgrund der deutlich geringeren Größe im Vergleich zu Air Berlin nicht so enorm ausfallen.

Aktie bleibt attraktiv
Nichtsdestotrotz bleibt die Aktie der Kranich-Airline nach wie vor ein klarer Kauf (Stopp: 16,80 Euro). Denn angesichts der starken Marktstellung, der soliden Bilanz sowie der mittel- bis langfristig guten Perspektiven erscheinen die DAX-Titel mit einem KGV von 5 und einem KBV von 0,9 einfach zu günstig bewertet.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Lufthansa, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.