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Lufthansa nach dem Ölpreisschock: Das müssen Anleger jetzt wissen

Lufthansa nach dem Ölpreisschock: Das müssen Anleger jetzt wissen
Foto: Deutsche Lufthansa
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Thorsten Küfner 17.09.2019, 08:48 Thorsten Küfner

Die Papiere der Lufthansa gerieten im gestrigen Handel – wie alle anderen Airline-Aktien – im Zuge des kräftigen Ölpreisanstiegs zunächst deutlich unter Druck. Im weiteren Handel stabilisierten sich die DAX-Titel allerdings wieder. Lohnt es sich nun für Anleger wieder, bei den Anteilscheinen der Kranich-Airline zuzugreifen?


Rein charttechnisch betrachtet ist durch den gestrigen Rücksetzer bedingt durch den regelrechten Ölpreisschock eigentlich nur wenig passiert. Nach dem deutlichen Kursanstieg der vorangegangenen Handelstage war eine Korrekturbewegung ohnehin nötig.


Gestern drehte der Kurs im Bereich um 14,30 Euro wieder nach oben. Nun wäre es wichtig, dass der DAX-Titel sich weiterhin oberhalb dieser kleinen Unterstützung halten kann. Falls nicht, sollte zumindest der kurzfristige Aufwärtstrend, der aktuell bei etwa 14,00 Euro verläuft, nicht gerissen werden. Geschieht dies nicht, bleibt das Chartbild relativ bullish.

Kein Grund zur Panik

Der gestiegene Ölpreis muss auch nicht zwangsläufig dazu führen, dass es mit der Lufthansa-Aktie nun wieder nachhaltig nach unten geht. Schließlich ist der europäische Marktführer eine der am besten gegen Ölpreisanstiege abgesicherte Airline. Womöglich auch deshalb gibt es keine klare negative Korrelation zwischen Ölpreis- und Aktienkursentwicklung. Manchmal gingen in den vergangenen Jahren Ölpreis und Aktienkurs regelrecht Hand in Hand nach oben, manchmal ging es mit beiden gleichzeitig nach unten:

Keine guten Voraussetzungen für einen Jahresendspurt

Allerdings sollten sich Anleger vor Augen halten, dass die Lufthansa im laufenden Jahr mit einem Minus von rund 25 Prozent bisher der schwächste DAX-Titel ist. Da gerade im vierten Quartal Fondsmanager oftmals stark gelaufene Titel in ihr Portfolio aufnehmen und dafür die schlecht gelaufenen Aktien rauswerfen (Window Dressing), sind die Voraussetzungen für ein starkes Schlussquartal natürlich alles andere als günstig. Kleiner Trost: In den ersten Wochen eines neuen Börsenjahres werden dafür traditionell die „Verlierer“ des vorangegangenen Jahres gekauft.


Die Lufthansa-Aktie bleibt nach wie vor ein heißes Eisen. Mutige Anleger können dennoch allmählich erste Positionen bei dem mit einem 2020er-KGV von 5 und einem KBV von 0,8 sehr günstig bewerteten Dividendenpapier aufbauen. Der Stoppkurs sollte bei 12,40 Euro platziert werden. 

Hinweis: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.

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