Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
Foto: Lufthansa
23.12.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Es ist geschafft!

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Deutsche Lufthansa

Das war wichtig: Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben sich nun endlich auf einen längerfristigen Krisentarifvertrag bis mindestens Ende März 2022 geeinigt. Unter anderem wird die Kurzarbeit des Cockpitpersonals bis Ende 2021 verlängert.

Im Gegenzug erhalten die Piloten einen Kündigungsschutz bis zum Laufzeitende der Krisenvereinbarung, die der Konzern bis Ende Juni 2022 verlängern kann. Zudem gibt es einen mit 24 Millionen Euro gefüllten Topf zur Finanzierung sozialverträglicher Maßnahmen im Falle eines Personalabbaus.

Die Gewerkschaft bezifferte den Sparbeitrag der Piloten auf bis zu mehr als 450 Millionen Euro. Zusammen mit dem bereits geschlossenen Paket für 2020 ergäben sich Einsparungen von insgesamt mehr als 600 Millionen Euro.

Zunächst hatte es mit der Pilotengewerkschaft nur eine Vereinbarung bis zum Ende dieses Jahres gegeben. Lufthansa hatte angekündigt, ohne Einigung müssten bereits im Frühjahr rund 500 Kapitäne und 500 Erste Offiziere das Unternehmen verlassen. Das wären rund 20 Prozent der Mannschaft.

Mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo sowie der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte sich die von der Corona-Krise gebeutelte Airline bereits auf Einschnitte geeinigt. Die staatlich gerettete Lufthansa hat in den ersten neun Monaten des Jahres 5,6 Milliarden Euro Verlust gemacht und ihr Flugangebot wegen der umfassenden Reiseeinschränkungen zusammengestrichen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Dass sich die Lufthansa mit den Piloten einigen konnte, ist natürlich positiv zu werten. Die Sparanstrengungen sind enorm wichtig, damit die Airline zukünftig wieder schwarze Zahlen schreiben kann. Anleger, die auf eine Normalisierung des Flugverkehrs im Verlauf des kommenden Jahres setzen wollen, können bei der Lufthansa-Aktie an Bord bleiben (Stoppkurs: 7,50 Euro). Der Favorit im Sektor ist aber weiterhin die Aktie von Ryanair.

Ryanair (WKN: A1401Z)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.

Mit Material von dpa-AFX