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21.09.2021 Thorsten Küfner

Lufthansa: Ein vernichtendes Urteil

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Deutsche Lufthansa

Am Sonntag hatte die Lufthansa die Details zur lange erwarteten Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Nun haben sich die ersten Analysten dazu geäußert. Das Gros der Experten bleibt skeptisch. Und dabei sticht vor allem die Credit Suisse heraus.

So hat deren Analyst Neil Glynn das Kursziel für Lufthansa nach Ankündigung einer Kapitalerhöhung von 4,47 auf 3,91 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Analyst Neil Glynn halbierte seine Prognose für den Gewinn je Aktie ab 2022 und reflektiert damit die Verdoppelung der Aktienzahl im Zuge der Kapitalmaßnahme.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Lufthansa angesichts einer Kapitalerhöhung auf "Sell" mit einem Kursziel von 8,10 Euro belassen. Analyst Patrick Creuset verwies auf die Begleitaussage, dass die Fluggesellschaft nun im dritten Quartal mit einem voraussichtlich positiven operativen Ergebnis (Ebit) rechne. Er und der Marktkonsens rechneten bislang mit einem Quartalsverlust von 285 respektive 246 Millionen Euro.

Die DZ Bank hat die Einstufung für Lufthansa angesichts einer Kapitalerhöhung auf "Halten" mit einem fairen Wert von 8 Euro belassen. Noch vor der Bundestagswahl stelle die Fluggesellschaft die Weichen für die Rückzahlung von Staatshilfen, schrieb Analyst Dirk Schlamp. Aufgrund der Fortschritte beim Konzernumbau, dem Cargo-Geschäft und der Erholung im Geschäftsreiseverkehr werde für das dritte Quartal ein wieder positives bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) erwartet.

Die NordLB hat das Kursziel für Lufthansa angesichts der Kapitalerhöhung von 10 auf 9 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Maßnahme und die damit verbundene Rückzahlung der Staatshilfen seien gute Nachrichten, schrieb Analyst Wolfgang Donie. Damit bleibe von den Unterstützungsmaßnahmen nur noch das staatliche Aktienpaket übrig. Es handele sich um einen wichtigen Schritt zur Wiedererlangung der wirtschaftlichen Selbständigkeit und der Befreiung von Restriktionen. Allerdings sei die Pandemie noch nicht vorbei. So sorge die Corona-Variante Delta für anhaltende Reiseeinschränkungen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Auch DER AKTIONÄR bleibt für die Lufthansa-Aktie zurückhaltend. Der Start des Bezugsrechtehandels dürfte den Kurs belasten. Die Perspektiven sind ungewiss, weshalb der MDAX-Titel ein heißes Eisen bleibt. 

Mit Material von dpa-AFX

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Lufthansa.

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