08.01.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Die nächste Stufe erreicht – Aktie erneut unter Druck

-%
Deutsche Lufthansa
Trendthema

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat nun eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Dies belastet natürlich sämtliche Aktien, besonders aber natürlich die Luftfahrtbranche, die jetzt auch direkt betroffen ist.

So hat nun die Lufthansa den einen für Mittwoch geplanten Flug von Frankfurt in die iranische Hauptstadt Teheran gestrichen. Dies sei "vorsorglich" wegen der derzeitigen Lage in der Region geschehen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Ein Sprecher der Fluggesellschaft ergänzte, die Lufthansa halte sich an die Sperrung des dortigen Luftraums: "Wir überfliegen derzeit weder Iran noch Irak." Auf wie viele andere Lufthansa-Flüge sich dies auswirke, konnte das Unternehmen zunächst nicht sagen.

Der Iran hatte in der Nacht zum Mittwoch mit Raketen US-Militärstützpunkte im Irak angegriffen. Daraufhin untersagte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA US-Flugzeugen die Nutzung des Luftraums in Teilen des Nahen Ostens. Über dem Persischen Golf, dem Golf vom Oman, im Irak und im Iran dürften in den USA registrierte Flugzeuge "wegen erhöhter militärischer Aktivitäten und steigender politischer Spannungen" nicht mehr operieren.

Neben einigen operativen Problemen belastet die Airline-Aktien natürlich auch der gestiegene Ölpreis, wobei der Kursaufschlag heute relativ gering ausfällt. Da die Deutsche Lufthansa ohnehin zu den Fluggesellschaften zählt, welche am besten gegen Ölpreissteigerungen abgesichert sind, müssen sich Anleger – zumindest diesbezüglich – keine größeren Sorgen machen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Aktie der Deutschen Lufthansa bleibt ein heißes Eisen. Mutige Anleger können trotz all der nicht von der Hand zu weisenden Belastungsfaktoren trotzdem weiter bei der enorm günstig bewerteten Aktie zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 13,40 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX) 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.