10.04.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: 2021 könnte richtig stark werden

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Deutsche Lufthansa

Die Lufthansa hat mit dem Corona-Shutdown derzeit so stark zu kämpfen wie kein anderer DAX-Konzern. Das Jahr 2020 wird womöglich eines der schlechtesten der Airline-Geschichte werden. Dennoch sollten Anleger die enorm günstig bewertete Aktie weiterhin im Auge behalten. Denn das kommende Jahr könnte durchaus wieder stark werden.

Natürlich ist es aktuell nur sehr schwer abzusehen, wie sich der Flug- und Reiseverkehr im kommenden Jahr entwickeln wird. Regelrecht inflationär liest man derzeit Berichte, wonach wahlweise entweder kein Mensch jemals mehr ein Flugzeug betreten wird oder eben nächstes Jahr alles wieder fast wie in der Zeit vor Corona wird. Um es kurz zu machen: Wir wissen es alle nicht!

Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit aber, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte dieser beiden Extrem-Szenarien liegen wird. Dementsprechend haben mittlerweile auch mehrere Analysten ihre Prognosen für die Umsatz- und Gewinnentwicklung von Lufthansa & Co abgegeben. Und diese können sich durchaus sehen lassen.

So gehen die Experten im Durchschnitt davon aus, dass der DAX-Konzern 2021 einen Umsatz von 35,3 Milliarden Euro erzielen dürfte. Dies würde knapp unter dem Niveau des letzten „normalen“ Jahres 2019 liegen. Beim EBITDA wird mit 4,8 Milliarden Euro gerechnet. Der Nettogewinn soll demnach bei 2,80 Euro je Aktie liegen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Natürlich steht aktuell leider noch komplett in den Sternen, wann und in welchem Umfang die Lufthansa wieder einen halbwegs „normalen“ Betrieb aufnehmen kann. Dennoch stehen die Chancen gut, dass die Lufthansa in den kommenden Jahren weiterhin zu den profitabelsten und stabilsten Airlines Europas gehören dürfte. Vor diesem Hintergrund ist der Preis, den Investoren aktuell für die Lufthansa-Anteile bezahlen müssen, wirklich sehr gering.  

Allerdings besteht durchaus die Chance, dass Schnäppchenjäger sogar noch etwas günstiger zuschlagen können. Schließlich steigt von Tag zu Tag die Chance, dass die Lufthansa eine Kapitalerhöhung durchführen wird, bei der wohl auch der Staat einsteigen dürfte.  


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Lufthansa.