Lange Zeit trat die Meta-Aktie auf der Stelle. Während andere Tech-Giganten von Rekord zu Rekord eilten, hielt sich der Mutterkonzern von Facebook und Instagram bedeckt. Das könnte sich jetzt ändern. Eine neue Analyse von Rothschild & Co Redburn bescheinigt dem Papier massives Aufholpotenzial. Der Treibstoff: eine unterschätzte KI-Offensive und eine Werbe-Infrastruktur, die ihresgleichen sucht.
James Cordwell, Analyst bei der Investmentfirma Rothschild & Co Redburn, fackelt nicht lange. In seiner jüngsten Studie stuft er die Meta-Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und schraubt das Kursziel drastisch nach oben: von 740 auf satte 900 Dollar. Das impliziert vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von rund 37 Prozent.
Der Zeitpunkt für den Einstieg sei jetzt, so Cordwell. Der Grund: Die anstehende Prognose für das Geschäftsjahr 2026 dürfte zeigen, dass der Markt die massiven Investitionskosten bereits eingepreist hat, das Ertragspotenzial durch Künstliche Intelligenz jedoch völlig unterschätzt.
Die „beste Nachfrage-Maschine der Welt“
Im Zentrum der Bullen-These steht Metas Kerngeschäft. Cordwell bezeichnet die Werbeplattform des Konzerns als „beste Nachfrage-Maschine der Welt“. Meta besitze bereits heute konkurrenzlose Fähigkeiten, das Nutzerinteresse mit dem Angebot der Werbetreibenden abzugleichen.
Doch das System steht vor einem Upgrade. Durch die Erweiterung der proprietären KI-Modelle Andromeda, GEM und Lattice sowie die Nutzung modernster Hardware – Stichwort: Nvidia-Blackwell-Zyklus – sollen die prädiktiven Fähigkeiten der Plattform weiter geschärft werden. Größere Kontextfenster bedeuten präzisere Werbung, was wiederum die Margen treibt.
Mit einem Plus von lediglich zwei Prozent auf 12-Monats-Sicht hat Meta die Tech-Rally zuletzt verschlafen. Wenn die „Nachfrage-Maschine“ durch KI jedoch weiter optimiert wird, ist das Kursziel von 900 Dollar keine Utopie. Aufgrund des aktuell noch recht düsteren Chartbilds drängt sich ein Einstieg allerdings noch nicht auf.
26.01.2026, 14:30