27.03.2019 Michael Schröder

K+S-Aktie: Zuversicht wohin man schaut - wann springt der Funke über?

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K+S
Trendthema

Hinter K+S liegt ein schwieriges Jahr, das der Düngemittel- und Salzkonzern mit einem anständigen vierten Quartal zu Ende gebracht hat. Nun blicken Analysten, Investoren und Vorstand nach vorne. Was bringt das laufende Jahr? DER AKTIONÄR legt sich fest. Die Aussichten sind gut, die Bewertung im Branchenvergleich günstig. Daher sollte sich der Titel in den kommenden Wochen endlich nachhaltig von den Tiefstständen lösen können.

K+S-Chef Burkhard Lohr zeigt sich zuversichtlich: „Für 2019 sehe ich viele erfreuliche Signale und bin daher positiv gestimmt. Unser EBITDA dürfte im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen.“ Kein Wunder: Das Marktumfeld für Düngemittel ist weiter günstig. Die Weltkalinachfrage dürfte auch in diesem Jahr mindestens stabil sein, moderat steigende Durchschnittspreise sowie einen höheren Absatz sind wahrscheinlich.

Ein Blick auf die Ziele der Analysten zeigt, auch hier überwiegt der Optimismus:

 Quelle: Bloomberg

Wie wichtig bei K+S aber auch die Witterungsbedingungen sind, hat das Jahr 2018 eindrucksvoll gezeigt. Aber auch hier hat der Vorstand seine Hausaufgaben gemacht und unter anderem die Speicherkapazität für Abwässer erhöht, um in Trockenzeiten mehr Puffer zu haben. Rückenwind dürfte es aus Kanada geben. Im neuen Werk Bethune wurden im Vorjahr bereits 1,4 Millionen Tonnen Kali produziert. 2019 sind nun bis zu 1,9 Millionen Tonnen geplant. Ungeachtet dessen treibt K+S den langfristigen Konzernumbau weiter voran. In dessen Zuge soll das EBITDA bis 2030 auf drei Milliarden Euro wachsen. Zu den ersten Schritten gehören dabei Einsparungen. Die Vereinbarung mit dem australischen Unternehmen Kalium Lakes hilft bei der Umsetzung der langfristigen Wachstumspläne.

Was sagt der Chart? Unmittelbar nach den Zahlen startete die K+S-Aktie einen ersten Versuch, den massiven Widerstand bei 17,75 Euro zu überwinden. Es blieb bei einem Versuch, im Anschluss erfolgte – wie so oft in den letzten Monaten – ein Rücksetzer. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.