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16.08.2017 Thorsten Küfner

K+S: 30 oder 18,50 Euro – wohin geht die Reise?

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K+S

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat gestern enttäuschende Zahlen vorgelegt. Darüber hinaus wurde das mittelfristige EBITDA-Ziel gekappt (mehr dazu lesen Sie unter: K+S: Das tut weh!). Nun haben zahlreiche Analysten das Zahlenwerk genauer unter die Lupe genommen – und kommen zu stark unterschiedlichen Schlüssen.

So bleibt etwa die Commerzbank nach wie vor positiv für die Aktie gestimmt, rät weiterhin zum Kauf und beziffert das Kursziel unverändert auf 30,00 Euro. Analyst Michael Schäfer erklärte zwar, dass es keinen Grund zum Jubel gebe, doch niedrigere Kosten und wohl wieder leicht steigende Kalipreise stimmen ihn für die kommenden Monate weiterhin optimistisch.

Hingegen stuft die Baader Bank den MDAX-Titel mit „Sell“ ein und sieht den fairen Wert lediglich bei 20,00 Euro. Die Ergebnisse bezeichnete Analyst Markus Meyer als „klare Enttäuschung“. Er erwartet zudem wegen des steigenden Angebots am Kalimarkt mit sinkenden Preisen, was es K+S wiederum zusätzlich erschweren dürfte, die Schulden zu verringern. Noch skeptischer ist indes sogar Chris Counihan von der Credit Suisse, der ebenfalls den Ausstieg empfiehlt und das Kursziel auf lediglich 18,50 Euro beziffert.

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Finger weg!
Die schwachen Zahlen, zahlreiche operative Unsicherheiten, ein mögliches Überangebot auf dem Kalimarkt und nun auch noch ein angeschlagenes Chartbild machen die K+S-Aktie derzeit unattraktiv. Anleger sollten die Aktie daher vorerst meiden.

Bei welchen europäischen Titeln Anleger hingegen jetzt zugreifen können, erfahren Sie exklusiv in der neuen Ausgabe 33/2017. Hier bequem als ePaper erhältlich.

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