Die Ölpreise verharren im dreistelligen Bereich. Und da dies auch vermehrt bei den US-Wählern ankommt, will Trump die Seeblockade des Iran in der Straße von Hormus nun endgültig brechen. Daher bereiten die USA den Start einer neuen Initiative vor, um festsitzenden Schiffen in der Meerenge zu helfen. Wenig überraschend warnt der Iran direkt vor derartigen Aktionen.
US-Präsident Donald Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social an, dass mögliche Störungen des Vorhabens nicht geduldet und entschlossen beantwortet werden. Konkrete Details zum Ablauf des „Projekt Freiheit“, das am Vormittag (Ortszeit Nahost) beginnen sollte, nannte er jedoch nicht.
Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch bei den diplomatischen Bemühungen ist bislang kein Durchbruch in Sicht. Trump begründete seine Initiative damit, Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien. Die USA hätten diesen Ländern mitgeteilt, "dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen herausführen werden", damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten. Es handle sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien. "Sie sind lediglich neutrale und unschuldige Dritte!" Trump sprach auch von einer "humanitären Geste". Vielen Schiffen würden Lebensmittel ausgehen sowie andere Dinge, die für gesunde und hygienische Zustände an Bord notwendig seien. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, dass US-Streitkräfte Trumps Initiative unterstützen würden. Konkret sollen demnach Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Fluggeräte, unbemannte Plattformen sowie 15.000 Soldaten das "Projekt Freiheit" unterstützen. Was ihre konkrete Aufgabe sein soll, wurde nicht erläutert.
Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamte, dass es sich bei dem Projekt um die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge handeln soll. Aktuell sieht die Initiative demnach nicht vor, dass Kriegsschiffe der US-Marine Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren. Trumps jüngster Plan ziele darauf ab, Minen zu orten und diese Informationen an Schiffe weiterzugeben, die die Meerenge passieren, damit sie diese Gefahren umgehen könnten.
Der Iran verbat sich dagegen jedwede amerikanische Einmischung in der Meerenge. Eine solche werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch "Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert".
Der Energiemarkt bleibt nach wie vor ein sehr heißes Eisen. Wer bei Aktien wie etwa TotalEnergies investiert ist, bleibt dabei und belässt den Stoppkurs bei der Dividendenperle 55,00 Euro.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 06:50