Apple hat in der vergangenen Woche seine Quartalszahlen präsentiert. Diese kamen am Markt gut an, die Aktie konnte zwischenzeitlich deutlich zulegen. Doch es gibt auch Gegenwind. Apple bekommt den Preisschock bei Speicherchips deutlich zu spüren. Konzernchef Tim Cook erwartet im laufenden Quartal spürbar steigende Kosten – und auch darüber hinaus.
Hintergrund ist die anhaltend starke Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Rechenzentren, die die Preise seit Monaten nach oben treibt. Entspannung ist nicht in Sicht, da neue Kapazitäten nur langsam entstehen.
Doch damit nicht genug: Apple kämpft gleichzeitig mit hausgemachten Engpässen. Die Nachfrage nach iPhones und bestimmten Mac-Modellen wurde unterschätzt – vor allem Geräte, die bei Entwicklern für KI-Anwendungen gefragt sind. Es dürfte Monate dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.
Selbst das günstigere MacBook Neo verkauft sich besser als erwartet. Gleichzeitig fehlen Kapazitäten für zentrale Chipsysteme, die als Herzstück der Geräte gelten. Die Folge: Produktionsengpässe belasten das iPhone- und Mac-Geschäft bereits spürbar.
Analysten warnen zudem vor Margenrisiken. Edison Lee, Analyst bei Jefferies, erklärte: „Unsere Erhebungen legen nahe, dass die Preise für Memory-Chips im zweiten Quartal um 70 bis 100 Prozent steigen im Vergleich zum ersten Quartal.“ Am Markt werde derzeit jedoch nur mit einer Steigerung von 50 bis 60 Prozent gerechnet. Dennoch erhöhte er das Kursziel für die Aktie von 294,91 Dollar auf 299,88 Dollar. Ohnehin bleibt das Gros der Analysten optimistisch. 40 der 58 von Bloomberg befragten Analysten raten zum Kauf.
Die Aktie von Apple war in der vergangenen Woche bereits fast an das bisherige Allzeithoch von 288,62 Dollar herangelaufen. Noch ist der Ausbruch aber nicht gelungen. Dennoch – der jüngste Ausblick von Apple war stark. Ein baldiger erneuter Angriff auf das Rekordhoch ist wahrscheinlich.
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Heute, 07:53