06.07.2012 Nils Carolath

Klöckner&Co: UBS senkt den Daumen

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DAX
Trendthema

Die Analysten der UBS sehen in den nächsten zwölf Monaten keine Besserung für das Geschäft des deutschen Stahlhändlers Klöckner&Co. Die Aktie wird von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ abgestuft. Auch charttechnisch bleibt der Ausblick weiterhin düster.

Carsten Riek von der UBS ist in seinem Research-Bericht zu dem Ergebnis gekommen, die Aktie des MDAX-Konzerns Klöckner&Co auf die Verkaufliste zu setzen. Das Kursziel wird von 13,20 auf 7,60 Euro gesenkt. Somit sieht der Analyst beim aktuellen Stand keinerlei Kurspotenzial für die nächsten zwölf Monate. Die Experten erwarten für 2012 einen Gewinn je Aktie von 0,13 Euro (2011: 0,14 Euro). Erst für die Jahre 2013 und 2014 erwartet man mit einem Gewinn je Aktie von 0,63 Euro und 0,73 Euro eine Trendwende.

China als Risikofaktor

Das langfristig vom Klöckner-Vorstand angepeilte Ziel einer EBITDA-Marge von sechs Prozent sei zudem zu optimistisch kalkuliert. Die UBS senkt das Ziel auf fünf Prozent. Denn die Analysten befürchten eine weitere Abwärtsspirale des Stahlpreises, sofern sich die Verlangsamung des chinesischen Wachstums fortsetzt. Das wäre für das Ergebnis des Duisburger Stahlhändlers verheerend. Denn jede Senkung des Stahlpreises um 20 Euro je Tonne kostet das Unternehmen rund zehn Millionen Euro an EBITDA.

Kurs scheitert erneut an Widerstand

Auch die Charttechnik lässt dem Unternehmen nichts Positives abgewinnen. Gestern prallte die Aktie nach einer seit letztem Freitag andauernden Rallye, das Papier gewann in der Spitze bis zu elf Prozent, zum vierten Mal an dem enormen Widerstand bei 8,40 Euro ab. Der Kurs des Papiers bewegt sich nach dem Abverkauf im April seit nunmehr zwei Monaten in einer Seitwärtsbewegung zwischen 8,40 Euro und 7,50 Euro. Das erneute Scheitern an der 8,40-Euro-Marke deutet auf weitere Abverkäufe hin. Ausschließlich Trader könnten beim erneuten Erreichen der Zielmarke um 7,50 Euro auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung spekulieren und mit einem Gwinnpotenzial von rund zwölf Prozent „long" gehen.