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KI‑Profiteur im Fokus: Heiße Comeback‑Chance dank Micron, Nvidia und Co

KI‑Profiteur im Fokus: Heiße Comeback‑Chance dank Micron, Nvidia und Co
Foto: Chat-GPT
Michael Schröder Heute, 11:55 ‧ Michael Schröder
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Als führender Anbieter von Hochleistungsanlagen, die in der Halbleiterproduktion zum Einsatz kommen, profitiert SUSS MicroTec natürlich auch von der starken Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Die starke Entwicklung beim Auftragseingang erhöht zwar die Visibilität, konnte der Aktie zuletzt jedoch keine frischen Impulse verleihen. Das könnte sich nun ändern.

DER AKTIONÄR hat zuletzt bereits einen Blick hinter die Kulissen geworfen. Die Details dazu gibt es hier. Dank seiner starken Positionierung im Bereich temporärer Bonding-Lösungen profitiert SUSS derzeit vor allem vom Wachstum bei KI-Hardware. Temporäres Bonding bezeichnet in der Halbleiterfertigung einen Verbindungsprozess, bei dem ein Wafer oder Chip (Substrat) vorübergehend mit einem Träger (Carrier) verbunden wird. Dieser Prozess ist entscheidend für die Produktion hochleistungsfähiger KI-Chips.

Das wichtigste Anwendungsfeld der temporären Bonder und Debonder ist die Herstellung von Hochleistungsspeicherchips, sogenannten HBM-Chips. Dabei unterstützt das Unternehmen seine Kunden, die Chips hauchdünn zu fertigen und anschließend zu einem Stapel zusammenzufügen. Für diesen Prozessschritt gilt SUSS als führender Lieferant. Speicherchiphersteller wie Micron und andere sowie TSMC, Auftragsfertiger für den KI-Pionier Nvidia, bestellen dem Vernehmen nach kräftig bei den Bayern.

Das zeigt sich auch in den Orderbüchern. „Mit einem Rekordauftragsbestand von 473,7 Millionen Euro und bereits rund 220 Millionen Euro an für 2027 geplanten Auslieferungen verfügen wir über eine deutlich höhere Visibilität als noch vor einem Jahr“, sagte CFO Cornelia Ballwießer bei der Vorlage der Q2-Zahlen Anfang August. „Gleichzeitig hat sich die Profitabilität im zweiten Quartal wie erwartet verbessert und liegt wieder im Zielkorridor für das Gesamtjahr“, fügte die Finanzchefin hinzu.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz in einer Bandbreite von 425 bis 485 Millionen Euro erwartet (Vorjahr: 503,2 Millionen Euro). Die EBIT-Marge soll zwischen 8,0 und 10,0 Prozent liegen (Vorjahr: 13,1 Prozent).

Wichtig in diesem Zusammenhang: Da im laufenden Jahr voraussichtlich nur ein geringerer Teil des Auftragsbestands umsatzwirksam wird, dürfte dieser zum Jahresende weiter auf einen neuen Rekordwert von rund 500 Millionen Euro steigen. Zusammen mit den weiterhin positiven Aussichten – die neuen Produkteinführungen erhöhen das Auftrags- und Umsatzpotenzial ab dem zweiten Halbjahr 2026 – schafft dies eine mehr als solide Basis für ein sehr starkes Wachstum im kommenden Jahr. Bei einem Umsatz von 630 Millionen Euro und einer Bruttomarge von rund 40 Prozent dürfte die EBIT-Marge auf über 15 Prozent steigen.

Spannend: Bis 2030 soll der Umsatz auf 750 bis 900 Millionen Euro steigen. Für die Bruttomarge wird eine deutliche Verbesserung auf 43 bis 45 Prozent in Aussicht gestellt. Die EBIT-Marge soll sich im gleichen Zeitraum auf 20 bis 22 Prozent erhöhen.

Die SUSS-Aktie zählte in der ersten Jahreshälfte zu den Highflyern auf dem heimischen Kurszettel. Ende Juni erreichte sie ein Rekordhoch von 118,40 Euro. Im Anschluss folgte eine scharfe Korrektur, die den Kurs kurzzeitig unter die Marke von 70 Euro drückte. Nach der anschließenden Stabilisierung arbeitet der Titel nun an einem Comeback.

SUSS MicroTec (WKN: A1K023)

Operativ stimmt die Richtung. Der Newsflow dürfte positiv bleiben. Gelingt der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend, wäre die jüngste Korrektur beendet. Bei entsprechend positiver Branchenstimmung könnte der Titel in den kommenden Wochen dann wieder Kurs auf die 90-Euro-Marke und mehr nehmen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot daher vorerst weiter auf steigende Kurse.

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Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von SUSS MicroTec befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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