05.09.2019 Michael Schröder

ISRA Vision: Fantasie durch Übernahmen und Großaufträge – Analysten bleiben bullish

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ISRA Vision
Trendthema

Die weltweit steigenden konjunkturellen Unsicherheiten gehen auch an ISRA Vison nicht spurlos vorbei. Durch die Diversifikation über verschiedene Zielindustrien, Regionen und Technologien können die Darmstädter mögliche Nachfrageschwankungen einzelner Industrien im Konjunkturzyklus aber ganz gut kompensieren. Die Aussicht auf lukrative Zukäufe und neue Großaufträge sorgt für Fantasie.

Die ISRA-Aktie gehörte bis Ende Juli mit 68 Prozent Kursplus zu den besten SDAX -Werten im laufenden Jahr. Bis Ende August schmolzen die Gewinne dann auf gut 18 Prozent zusammen, bevor sich die Papiere zuletzt stabilisierten. Mit den Zahlen gelang die Trendwende, die nun auch durch positive Analystenstimmen befeuert wird.

Warburg Research hat das Kursziel nach den Zahlen zwar von 45 auf 43 Euro gesenkt, die Einstufung allerdings auf "Buy" belassen. Das dritte Quartal des Technologieunternehmens sei insgesamt wie erwartet ausgefallen, so Analyst Robert-Jan van der Horst. In den neuen Schätzungen und dem gesenkten Kursziel spiegelten sich das schwierige Marktumfeld und die geringe Abschätzbarkeit der weiteren Geschäftsentwicklung wider.

Jefferies-Analyst Martin Comtesse traut den Papieren mit seinem Kursziel von 44 Euro ebenfalls eine Rückkehr auf das Niveau von Oktober 2018 zu. Bis 2021 rechnet er bei den Darmstädtern mit einem Gewinnwachstum von im Schnitt elf Prozent pro Jahr. Zukäufe könnten für noch mehr Schwung und Spielraum für die Markterwartungen sorgen.

Und genau hier hat Vorstand Enis Ersü allem Anschein nach noch ein paar heiße Eisen im Feuer. „Weitere Akquisitionstargets aus den Bereichen Industrieautomatisierung, Production Analytics bzw. INDUSTRIE 4.0-Sensorik befinden sich in der näheren Betrachtung“, heißt es aus der Firmenzentrale. Zuletzt hatte sich die Gesellschaft im Bereich der Sensortechnologie mit dem Kauf der Schweizer Photonfocus gestärkt.

ISRA Vision (WKN: 548810)

Ebenfalls positiv: Aktuell befindet sich ISRA in fortgeschrittenen Verhandlungen für einige Großaufträge vor allem aus China, die dem Vernehmen nach die kommenden Wochen prägen dürften. Damit dürfte das traditionell starke Schlussquartal entscheidend für das endgültige Wachstum im Gesamtjahr werden. Vorstand Ersü rechnet nun für das gesamte Geschäftsjahr mit einem Wachstum in ähnlicher Höhe wie im dritten Quartal.

Das Fazit hat Bestand: Die Aktie pendelt seit einigen Wochen in einer Range zwischen 30 und 42 Euro seitwärts. Zuletzt wurde dabei die untere Begrenzung erfolgreich getestet. Risikofreudige Anleger können mit einer kleinen Position auf einen anhaltend positiven Newsflow und einen erneuten Angriff auf die 42-Euro-Marke spekulieren.

(Mit Material von dpa-AFX)