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Infineon: Muss der Konzern Kartellstrafe zahlen?

Infineon: Muss der Konzern Kartellstrafe zahlen?
Foto: Börsenmedien AG
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03.09.2014, 13:25 ‧ Stefan Limmer
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Am Mittwoch haben sich die Ereignisse bei Infineon überschlagen. Die EU-Kommission hat dem Chiphersteller wegen Preisabsprechen eine Strafe von 83 Millionen Euro aufgebrummt. Der Konzern kündigte jedoch kurz darauf an, gegen die Kartellstrafe vorzugehen.

Vier Chiphersteller sollen sich nach Angaben der EU-Kommission abgesprochen und damit Verbraucher und Unternehmen geschadet haben. Gegen drei der Firmen verhängte die Brüsseler Behörde eine Geldbuße von insgesamt 138 Millionen Euro. Dazu gehört auch das deutsche Unternehmen Infineon , das knapp 82,8 Millionen Euro zahlen soll, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Infineon wies sämtliche Vorwürfe als unbegründet zurück und will sich gerichtlich dagegen wehren. Betroffen sind Smartcard-Chips, die etwa in SIM-Karten von Handys, Bankkarten oder Pässen vorkommen. Zwischen September 2003 und September 2005 stimmten sich laut EU-Kommission neben Infineon noch drei weitere Unternehmen ab.

Analysten sehen Potenzial

Die US-Bank JPMorgan hat Infineon mit "Overweight" und einem Kursziel von 10,00 Euro in die Bewertung wieder aufgenommen. Der Chiphersteller sei über den Konjunkturzyklus hinweg profitabel und sei im Geschäft mit Leistungshalbleitern branchenführend, schrieb Analyst Sandeep Deshpande. Die Aktie verdiene damit eine Bewertungsprämie, und die gute Kursentwicklung dürfte andauern.

Dabeibleiben

Ob Infineon die Strafe tatsächlich zahlen muss, ist noch unsicher. Die Geschäfte des Konzern laufen hingegen hervorragend.  Infineon profitiert vom gestiegenen Einsatz von Computerchips in Autos. Die Produktion ist ausgelastete. Ein Ausbruch über die 9-Euro-Marke hat zuletzt weitere Käufer angelockt. Nun rückt das alte Jahreshoch ins Visier. Investierte Anleger bleiben dabei, auch für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät. Ein Stopp bei 7,80 Euro sichert die Position nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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