06.04.2020 Marion Schlegel

Infineon: "In der Krise zu stark gesunken"

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Infineon Technologies

Die Aktie von Infineon kann zum Wochenstart in einem freundlichen Gesamtmarkt deutlich zulegen. Das Papier gewinnt im Vormittag 4,4 Prozent auf 13,94 Euro. Dabei profitiert die Aktie auch von einer Hochstufung durch die französische Großbank Societe Generale (SocGen) vom Freitagabend. Diese hat Infineon von "Sell" auf "Hold" hochgestuft, das Kursziel allerdings von 20 auf 14,50 Euro gesenkt. 2020 sei wegen der Corona-Krise und ihrer Folgen zum Beispiel im Autosektor für den Chipkonzern ein Jahr zum Vergessen, urteilte Analyst Aleksander Peterc in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Er rechnet nach diesem Jahr aber mit einer soliden Erholung und 2021 mit wieder hergestellter Profitabilität. Die Bewertung der Aktien sei in der Krise zu stark gesunken.

Noch optimistischer präsenteirte sich vor Kurzem die Schweizer Großbank UBS. Diese hat das Kursziel für Infineon zwar von 24,50 auf 22 Euro gesenkt, die Einstufung aber gleichzeitig auf "Buy" belassen. Das Halbleiterunternehmen besitze das größte Erholungspotenzial innerhalb der beobachteten Werte, schrieb Analyst David Mulholland in einer in der vergangenen Woche vorgelegten Branchenstudie. In seinem Szenario geht der Analyst für den Sektor von einem schwierigen zweiten Quartal und einer Erholung im dritten und vierten Quartal aus.

Infineon Technologies (WKN: 623100)

Die Verunsicherung bleibt groß. Kurzfristig hat sich die Lage aber etwas beruhigt. Die Ausschläge werden kleiner. DER AKTIONÄR bleibt zuverichtlich gestimmt. Die Aktie arbeitet an einem nachhaltigen Comeback. Wann genau der Kurs wieder durchstarten kann, ist fraglich. Anleger mit Weitblick können aber weiter auf die Aktie bauen. Infineon will spätestens am 5. Mai ein frisches Update geben. Aus charttechnischer Sicht wäre der Sprung über das jüngste Erholungshoch bei 14,56 Euro ein erstes positives Signal.

(Mit Material von dpa-AFX)