Hier wird Geschichte geschrieben. Nicht verpassen!
09.12.2017 Benedikt Kaufmann

IBM – International Blockchain Machines

-%
IBM

Transaktionen von Banken über die Blockchain abzuwickeln, klingt ja noch logisch. Doch Blockchain-Technologie für mehr Lebensmittelsicherheit, zur Optimierung der Cannabis-Legalisierung oder um Identitätsdiebstahl zu verhindern? Auch das ist möglich wie der Technologiekonzern IBM beweist.

Big Blue entwickelt als einer der ersten großen Konzerne die sogenannte Blockchain-as-a-Service. Soll heißen: IBM-Partner wie UBS oder Wal-Mart speichern Daten zu Geldtransaktionen oder Lebensmittelherkunft nicht nur in der Cloud, sondern zusätzlich in einer Blockchain. Durch den Einsatz der dezentralen Blockchain sind die Datensätze vor dem Zugriff Unberechtigter gesichert und gleichzeitig für alle Beteiligten transparenter.

Es dürfte noch einige Jahre dauern, bis aus den ersten Projekten tatsächlich profitable Geschäftsfelder werden, doch aktuell stellt IBM die Speerspitze der großen Tech-Konzerne in Sachen Blockchain dar. So befragte Juniper Research in einer Studie 400 Gründer, CEOs und führende IT-Experten, welches Unternehmen bereits erfolgreich mit Blockchain arbeite. IBM landete mit 43 Prozent der Stimmen deutlich auf dem ersten Platz.

IBM will eine führende Rolle im Bereich Blockchain einnehmen und dadurch neue Umsatzquellen erschließen. Neue Geschäftsfelder hat Big Blue dringend nötig, denn das schrumpfende traditionelle Servergeschäft drückt auf die Bilanz. Cloud, Mobile, Cyber-Security und Data-Analytics in Verbindung mit der künstlichen Intelligenz Watson: IBM hat die Wachstumstrends der Branche im Blick – neue Produkte machen mittlerweile 45 Prozent des Umsatzes aus. Im laufenden Jahr dürften die Erlöse noch schrumpfen, im kommenden Jahr erwarten Analysten jedoch erstmals seit sechs Jahren wieder wachsende Umsätze.

IBM ist mit einem 18er-KGV von 11 im Peergroup-Vergleich günstig bewertet, denn lange Zeit herrschte Stillstand. Dank neuer Technologien kommt jetzt wieder Bewegung in den Konzern – das dürfte auch die Aktie in Zukunft spüren. Hier ist nicht nur die Blockchain zu nennen, auch in Sachen Künstliche Intelligenz will IBM vorne mitspielen. DER AKTIONÄR setzt den Stopp auf 110,00 Euro – das Kursziel liegt bei 155,00 Euro.

Buchtipp: Die großen Neun

Die „großen Neun“ haben eines gemeinsam: Sie alle treiben mit Macht die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) voran – und dieses Thema polarisiert: Entweder ist KI der Heilsbringer schlechthin oder aber eine tödliche Gefahr für die Menschheit. Doch wie heißt es so schön? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Futuristin und Bestsellerautorin Amy Webb macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Sie erklärt unter anderem, weshalb wir KI nicht gigantischen Tech-Konzernen und auch nicht einzelnen Weltmächten wie China überlassen dürfen. Sie zeigt auf, was Politik, Wirtschaft und jeder von uns tun kann, damit künstliche Intelligenz sich am Ende nicht als Fluch, sondern als Segen herausstellt.

Autoren: Webb, Amy
Seitenanzahl: 368
Erscheinungstermin: 29.08.2019
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-638-7