Für Rüstungsaktien ist 2026 ein schwieriges Jahr. Im Vergleich zu den Branchenkollegen Rheinmetall und Renk hat sich der Rüstungselektronikspezialist Hensoldt allerdings noch relativ gut behauptet. Die Aktie zählt am Freitag zu den Top-Gewinnern im MDAX, nachdem die Analysten sich sehr bullish äußern.
Analyst Aymeric Poulain von Kepler Cheuvreux sieht nach der Abwertung des gesamten Sektors eine Kaufchance bei Hensoldt. Er zweifelt zwar nach dem derzeitigen Boom weiterhin auf langfristige Sicht an der Bewertung und dem Wachstum. Im dritten Quartal dürfte Hensoldt die Ziele aber übertroffen haben. Zudem rechnet Poulain mit einer Anhebung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr.
Ein beschleunigter Auftragseingang im vierten Quartal und der Kapitalmarkttag im November könnten darüber hinaus als weitere kurzfristige Wachstumstreiber fungieren. Die Aktie warte eigentlich nur auf einen Impuls und dürfte nach der zuletzt gezeigten Relativen Stärke weiter auf Kurs bleiben, so Poulain. Er sieht das Kursziel bei 90 Euro und hob die Einstufung von „Hold“ auf „Buy“ an.
Bereits am Donnerstag hatte die Bank of America Hensoldt auf die Liste ihrer besten Anlageideen im Nebenwertebereich gesetzt. Analyst David Holmes hatte hervorgehoben, dass Anleger in der Rüstungsbranche zunehmend Unternehmen bevorzugen, die sich auf Felder wie Luftwaffe, Aufklärung, Überwachung und Ortung sowie Gefechtsnetzwerke und elektronische Kriegsführung konzentrieren. Das Ziel für Hensoldt bezifferte er auf 94 Euro.
Hensoldt hat sich zuletzt deutlich robuster gezeigt als die anderen deutschen Werte aus der Rüstungsbranche. Dennoch konnten Anleger mit der Aktie zuletzt auch kein Geld verdienen. Der MDAX-Wert ist derzeit keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Vor einem Einstieg sollten neue Impulse abgewartet werden.
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