15.02.2019 Markus Bußler

Goldexperte Bußler: Wieso schreit keiner Gold 2.000 Dollar?

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Gold
Trendthema

Gold konsolidiert. „Und das ist gut so“, sagt Markus Bußler. Der Anstieg seit dem Tief im Herbst 2017 summiert sich mittlerweile auf rund 150 Dollar. Und an dieser Stelle tut eine Pause sicherlich Not. Der befürchtete größer Rücksetzer ist bislang ausgeblieben und wichtige Widerstände wurden aus dem Weg geräumt. „Insgesamt sieht das alles nicht schlecht aus.“

Im Lauf der Woche machten Gerüchte die Runde, Italien könnte zur Bewältigung der Schuldenlast das Staatsgold verkaufen. Immerhin ist Italien das Land mit den drittgrößten Goldreserven – hinter den USA und Deutschland. Rund 2.500 Tonnen Gold lagert der südeuropäische Staat. Würde dieses auf dem Weltmarkt gespült, dann dürfte das den Preis drücken. Doch wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? „Zunächst einmal gibt ein Goldabkommen zwischen den EU-Notenbanken“, erklärt Markus Bußler. Zwar sind Goldverkäufe grundsätzlich erlaubt, doch diese müssten zwischen den Staaten abgesprochen werden und dürften zu keinen Verwerfungen führen. Allerdings: Dieses Abkommen läuft nur noch bis zum Herbst. Noch ist nicht entschieden, wie es danach weitergeht.

Zahlen ohne Ende

Bei den großen Produzenten standen in der zu Ende gehenden Woche die Zahlen für das vierte Quartal und damit auch für das Gesamtjahr 2018 an. Insgesamt fielen diese ordentlich aus. Zwar kam Barrick Gold unter Druck, doch das lag vor allem am Ausblick. Demnach sollen im laufenden Jahr die Kosten erst einmal steigen. Doch CEO Mark Bristow beruhigte den Markt bereits: In den kommenden Jahren sollen die Kosten in Richtung 700 Dollar sinken.

Im Rahmen der Einzelaktien liegt der Fokus dieses Mal neben Barrick Gold auch auf Goldcorp, Agnico und Pretium. Dazu steht ein kleiner Silberexplorer im Blick der Sendung: Silvercrest Metals. Vergangenes Jahr in einer Goldfolio Sonderausgabe empfohlen, hat das Papier mittlerweile rund 200 Prozent zulegen können. Gute Bohrergebnisse stützen die Rallye. Doch die Bewertung ist mittlerweile mehr als nur ordentlich. Hier sollten Anleger auch einmal über Gewinnmitnahmen nachdenken. Die komplette Sendung können Sie gleich hier ansehen.