06.06.2016 Markus Bußler

Gold: Zinserhöhung im „nationalen Interesse“?

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Gold
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Der Freitag war ein Schlag ins Gesicht der US-Notenbank Fed. Im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts hatten sich gleich mehrere Mitglieder der Notenbank zu Wort gemeldet und sprachen von einer anstehenden Zinsanhebung. Doch statt 160.000 neuer Stellen, mit denen die Experten gerechnet hatten, waren es lediglich 38.000 Stellen.


Zinserhöhung? Der Markt rechnet mittlerweile nicht mehr mit einer Zinserhöhung im Juni – und auch im Juli scheint ein Zinsschritt inzwischen mehr als ungewiss. Doch warum will die Fed eigentlich die Zinsen anheben. Der Arbeitsmarkt zeigt klar: Ein Heißlaufen der Wirtschaft mit die Notenbank nicht befürchten. Vielmehr scheint sich die Wirtschaft gerade abzukühlen. Sicher: Eine Rückkehr zu einer normalen Zinspolitik wäre wünschenswert. Doch warum die Eile?


Der Grund dürften die großen US-Pensionsfonds sein. Diese dürften hinter den Kulissen auf eine Normalisierung der Zinsen drängen. Angesichts der mickrigen Verzinsung von Staatsanleihen und dem derzeit stockenden Arbeitsmarkt fehlt den Pensionsfonds derzeit Anlagealternativen – und die Performance dürfte deutlich leiden. Und die Pensionsfonds sind in den USA von entscheidender Bedeutung. Von daher könnten steigenden Zinsen tatsächlich im „nationalen Interesse“ liegen.