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Gold: Schock, Einbruch – alles aus?

Gold: Schock, Einbruch – alles aus?
Foto: Börsenmedien AG
Gold XAU/USD Spot Rate - %
Markus Bußler 18.06.2018, 15:35 ‧ Markus Bußler
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Der größte Kursverlust seit November 2016. Der Goldpreis ist am Freitag deutlich unter Druck gekommen, riss alle wichtigen Unterstützungen und ist auf ein neues Jahrestief gefallen. Anleger reagieren panisch und resignieren. „Das war´s.“ Warum eigentlich?

Der Goldpreisrutsch ging am Freitag mit einem extrem hohen Volumen an der Comex einher. Dabei sollte man allerdings beachten, dass am Freitag Verfall von Optionen und Futures gewesen ist. Sie kennen das vom sogenannten Hexensabbat beim DAX. Das Handelsvolumen ist hoch, der Handel selbst volatil. Die institutionellen Anleger sind bemüht, den DAX – oder in diesem Fall Gold – dorthin zu bekommen, wo man es zum Abschluss der Kontrakte benötigt. Bei Gold war das am Freitag offensichtlich deutlich tiefer.

Ausbruch klappt nicht

Aber auch die Charttechnik hat eine Rolle gespielt: Der Goldpreis hat sich an sein Ausbruchsniveau herangepirscht. Kurz konnte Gold über die 200-Tage-Linie gelugt und 1.307 Dollar überwunden. Doch ein nachhaltiger Ausbruch blieb verwehrt. Und damit nahm das Unheil seinen Lauf. All die, die auf einen Ausbruch spekuliert hatten, warfen das Handtuch und verstärkten die Abwärtsbewegung.

Doch für den normalen Anleger ist dennoch kaum etwas passiert: Die Minenaktien haben auf den Kursrutsch bei Gold kaum reagiert. Einzig einige Silberminen kamen etwas stärker unter Druck. Doch das Gros der Aktien, sowohl in Kanada als auch in Australien, zeigte sich erstaunlich fest. Und das – noch einmal zur Erinnerung – trotz des größten Kursrutsches bei Gold an einem Handelstag seit November 2016.

Einzig die Anleger wurden hart erwischt, die mit Derivaten auf steigende Kurse gesetzt haben. Da der Ausbruch aber noch nicht vollzogen war, war das eine ohnehin sehr riskante Wette, die in diesem Fall nicht aufgegangen ist.

Gold ist jetzt in die Zone zwischen 1.280 und 1.240 Dollar eingetaucht. Der MACD steht davor, ein Kaufsignal zu liefern. Und nach wie vor hat Gold bislang höhere Tiefs eingezogen. Anleger tun gut daran, die Lage weiter objektiv zu beurteilen und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Am Freitag ist weit weniger passiert als es auf den ersten Blick scheint.

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