Gold: Mit einem Fuß über der Klippe

Gold: Mit einem Fuß über der Klippe
Foto: Börsenmedien AG
Gold XAU/USD Spot Rate - %
Markus Bußler 31.07.2015, 14:42 ‧ Markus Bußler
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Der Goldpreis steht auch zum Wochenausklang auf wackeligen Beinen. Der kurzzeitige Ausflug Richtung 1.100 Dollar ist bereits Vergangenheit. Das Edelmetall befindet sich wieder im Bereich der Unterstützung bei 1.080 Dollar. Es gibt aber genügend Warnhinweise, die auf einen weiteren Abverkauf hindeuten.


Nach wie vor sind die Spekulanten in den USA mit einer Rekordsumme short auf den Goldpreis. Hedge-Funds wetten in hohem Maß auf einen weiteren Kursverfall. Und auch die Performance der Minenaktien spricht eine eindeutige Sprache: Die Aktien der großen Goldproduzenten werden geradezu abgeschlachtet. Und da den Minenaktien normalerweise eine Vorreiterolle mit Blick auf die weitere Entwicklung des Goldpreises nachgesagt wird, ist das alles andere als ein gutes Zeichen.


Gold bei 350 Dollar?


Mittlerweile machen atemberaubende Kursziele die Runde. Jetzt erschien ein Artikel, wonach Goldanleger sich darauf einstellen sollen, dass der Goldpreis bis auf 350 Dollar fallen wird. Sicher: Sehr viele Investoren sagen sich: Aus antizyklischer Sicht handelt es sich um ein traumhaftes Szenario. Alle sind short auf den Goldpreis, alle sind negativ eingestellt – wer soll da noch verkaufen? Welche Horrornachricht soll den Goldpreis noch erschüttern? Schließlich ist die Stimmung so negativ wie schon vielleicht noch nie zuvor in der Geschichte.


Doch reicht das allein für eine Trendwende? Sicherlich nicht. Es bedarf irgendeines Auslösers – und sei er charttechnischer Natur – der den Goldpreis steigen lässt. Erst dann wären die prozyklisch agierenden Spekulanten gezwungen, ihre Short-Positionen einzudecken. Bis es so weit ist, sollten Anleger weiter vorsichtig sein. Bricht der Goldpreis unter die jüngsten Tiefs und reißt auch noch die 1.050-Dollar-Marke, dann sind dreistellige Kurse nicht mehr fern.

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