Der Goldpreis schwächelt derzeit etwas, doch Morgan Stanley hält an seiner positiven Einschätzung fest. Die US-Bank rechnet damit, dass der Preis in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 erneut die Marke von 5.000 Dollar übersteigt. Rückgänge würden nach Einschätzung der Bank Gelegenheit bieten, Positionen auszubauen.
Zugleich sieht sie bei Kursen oberhalb von 4.000 Dollar eine tragfähige Unterstützung. Wie Kitco unter Berufung auf ein Interview mit CNBC berichtet, begründet Amy Gower, bei Morgan Stanley für die Strategie im Metall- und Bergbausektor zuständig, ihren Optimismus trotz eines schwierigen Marktumfelds. Langfristige Anleiherenditen liegen auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahrzehnten, der US-Dollar hat sich verteuert und der Ölpreisanstieg sorgt für anhaltenden Inflationsdruck. Gold hat sich bislang dennoch oberhalb von 4.000 Dollar gehalten.
Gower verweist auf eine weiterhin solide Nachfrage nach physischem Gold. Zu den bedeutenden Käufern zählen weiterhin Zentralbanken, darunter jene Chinas und Polens. Die chinesischen Goldimporte könnten 2026 so hoch ausfallen wie seit mindestens 2017 nicht mehr. Auch Goldfonds verbuchen Zuflüsse, obwohl die US-Zinsen steigen.
Der jüngste Preisrückgang könnte durch systematische Handelsstrategien verschärft worden sein. Computergesteuerte Fonds reagierten auf technische Verkaufssignale, nachdem viele Anleger im August ihre Goldpositionen aufgestockt hatten. Langfristig orientierte Käufer seien dagegen weiter aktiv und könnten niedrigere Kurse zum Einstieg nutzen.
Oft wird ein stärkerer Dollar mit einem schwächeren Goldpreis verbunden, weil das Edelmetall für Käufer außerhalb der USA dadurch teurer wird. Gower hält diesen Zusammenhang jedoch nicht für dauerhaft: Über längere Zeiträume sei die statistische Beziehung zwischen beiden Märkten deutlich weniger ausgeprägt.
In Phasen erhöhter Unsicherheit könnten Anleger sowohl den Dollar als auch Gold als Schutz suchen, sodass beide gleichzeitig steigen. Entlastung könnte zudem eintreten, falls die Ölpreise nachgeben oder die Anleiherenditen sinken. In diesem Fall könnte das langfristige Kursziel von 5.000 Dollar schneller in Reichweite kommen.
DER AKTIONÄR ist für Gold ebenfalls mittel- bis langfristig zuversichtlich gestimmt. Wer auf die führenden Goldproduzenten setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
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