Bernstein bleibt langfristig zuversichtlich für Gold, senkt aber seine Prognose für 2030. Analyst Bob Brackett erwartet nun 5.600 US-Dollar je Feinunze statt zuvor 6.100 Dollar. Denn zu Jahresbeginn 2026 rechnete Bernstein noch mit ein bis zwei Zinssenkungen der US-Notenbank, inzwischen erwartet das Haus bis 2027 zwei bis drei Erhöhungen.
Seit Anfang März sind die Realzinsen von etwa 1,7 auf rund 2,7 Prozent gestiegen. Das macht Gold, das keine laufenden Erträge abwirft, tendenziell weniger attraktiv. Damit wirkt der übliche Gegenwind höherer Realzinsen, bislang allerdings ohne deutliche Abflüsse aus Goldanlagen.
Bislang zeigt sich das Edelmetall dennoch robust. Die Bestände goldbesicherter ETFs blieben 2026 weitgehend stabil; auch nach der Fed-Zinserhöhung am 16. September hielt sich der Preis laut Brackett gut. Zuletzt notierte Gold bei etwa 4.145 Dollar je Unze.
Die wichtigste langfristige Stütze bleibt für Bernstein die Nachfrage der Zentralbanken. Sie kauften 2022, 2023 und 2024 jeweils mehr als 1.000 Tonnen Gold – fast ein Viertel der weltweiten Minenproduktion pro Jahr. China, Japan und Saudi-Arabien halten laut Bernstein bislang weniger als zehn Prozent ihrer Reserven in Gold. Bei westlichen Notenbanken sind es nach Angaben von TheStreet hingegen 60 bis 70 Prozent. Brackett sieht darin weiteres Nachfragepotenzial.
Risiken wären vor allem nachlassende Zentralbankkäufe. Zudem könnten hohe Diesel- und Raffinerieproduktpreise die Inflation anheizen und weitere Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen. Verliert Präsident Trump bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Kongress, könnte außerdem die Nachfrage nach sicheren Anlagen sinken.
Auch DER AKTIONÄR bleibt für Gold zuversichtlich gestimmt. Bei welchen Produzenten dieser Rohstoffe man nun zugreifen sollte, erfahren Sie bei Goldfolio, Ihrem Börsendienst für Gold-, Silber- und Rohstoffaktien. Wer auf einen Korb mit führenden Goldproduzenten setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
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