Obwohl Gold und Silber zuletzt schwächelten, bleibt der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock optimistisch gestimmt. Evy Hambro, globaler Leiter für thematisches und sektorales Investieren bei BlackRock, vertritt die These, dass Rohstoffe derzeit in einen neuen "Superzyklus", also einen langfristigen Aufwärtszyklus eintreten.
Als Haupttreiber nennt er drei gleichzeitig wirkende Kräfte: KI-getriebener Strombedarf – der massive Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz treibt den Energie- und damit auch den Rohstoffbedarf deutlich nach oben.
Beschleunigte Elektrifizierung – der fortschreitende Ausbau elektrischer Infrastruktur und Mobilität erhöht die Nachfrage nach Industriemetallen.
Jahrelange Unterinvestition in neue Minen – da in den vergangenen Jahren zu wenig in neue Förderkapazitäten investiert wurde, fehlt es nun an ausreichendem Angebot.
Hambros zentrales Argument: Ein "Superzyklus" ist keine reine Preisprognose, sondern eine Aussage über die Angebotsseite selbst. Da die Erschließung neuer Minen typischerweise sieben bis fünfzehn Jahre dauert, könne das Angebot kurzfristig kaum ausgeweitet werden – unabhängig von der Nachfrageentwicklung. Diese strukturelle Angebotsknappheit dürfte seiner Einschätzung nach die Preise langfristig stützen.
Die Aussage fiel am selben Tag, an dem mehrere andere Marktsignale in dieselbe Richtung deuteten – etwa ein auslaufender Tarifvertrag an der weltgrößten Kupfermine (Escondida), ein auf ein Neun-Monats-Tief gefallener Platin-Lagerbestand an der COMEX sowie eine sich vertiefende Terminkurven-Verknappung (Backwardation) bei Kupfer. Mehr zu Kupfer lesen Sie hier.
Auch DER AKTIONÄR bleibt für Gold, Silber und vor allem Kupfer zuversichtlich gestimmt. Bei welchen Produzenten dieser Rohstoffe man nun zugreifen sollte, erfahren Sie bei Goldfolio, Ihrem Börsendienst für Gold-, Silber- und Rohstoffaktien. Wer auf einen Korb mit führenden Goldproduzenten setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
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