Der Goldpreis gab im gestrigen Handel kräftig nach und verlor knapp vier Prozent. Heute könnte sich das Edelmetall wieder etwas stabilisieren. Für Belastung sorgt weiterhin die US-Geldpolitik. Die hohen Ölpreise verschärfen die Inflationssorgen und machen eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober wahrscheinlicher.
An den Märkten wird deren Wahrscheinlichkeit derzeit auf etwa 68 bis 70 Prozent taxiert. Gleichzeitig liegt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei rund 5,2 Prozent. Damit steigen die Opportunitätskosten eines Investments in das unverzinste Gold.
Auch der starke Dollar belastet. Weil das Edelmetall in US-Dollar gehandelt wird, verteuert sich der Kauf für Investoren aus anderen Währungsräumen. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten liefern dem Gold zwar grundsätzlich Unterstützung als sicherer Hafen. Derzeit überwiegen jedoch die Effekte von steigenden Renditen, höheren Zinserwartungen und einem festen Greenback.
Hinzu kommt eine eingetrübte Marktstimmung. Nach der kräftigen Rally in den vergangenen Monaten nehmen Anleger Gewinne mit, während neue Käufe angesichts der geldpolitischen Unsicherheit zunächst ausbleiben. Der Goldpreis muss daher die Marke von 4.200 Dollar zurückerobern, um eine Stabilisierung einzuleiten. Gelingt dies nicht, könnte sich der Abwärtsdruck zunächst fortsetzen.
Langfristig sprechen allerdings mehrere Faktoren für das Edelmetall. Dazu zählen die weiterhin hohen Goldkäufe vieler Notenbanken, die Suche nach Schutz vor Inflation und Währungsrisiken sowie die geopolitischen Unsicherheiten.
Auch wenn sich das Chartbild nun natürlich klar eingetrübt hat, bleibt DER AKTIONÄR für Gold mittel- bis langfristig zuversichtlich gestimmt. Zunächst wäre es natürlich wichtig, dass nun eine Stabilisierung gelingt. Wer auf die führenden Goldproduzenten setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
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