06.02.2019 Markus Bußler

Gold: Ein neuer Rekord!

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis arbeitet sich mehr oder wenige unbemerkt von der Öffentlichkeit nach oben. Doch Halt! Was bedeutet unbemerkt. Das World Gold Council hat jetzt eine Statistik veröffentlicht, die aufhorchen lässt. Die Notenbanken rund um den Planeten haben im vergangenen Jahr so viel Gold gekauft wie in den vergangenen 50 Jahren nicht.

Die offiziellen Goldbestände kletterten im vergangenen Jahr um 651,5 Tonnen. Das ist ein Anstieg um 74 Prozent verglichen mit dem Jahr 2017. Der eifrigste Käufer auf dem Weltmarkt war Russland. Aber auch andere Länder, insbesondere China, kehrten auf den Goldmarkt als Netto-Käufer zurück. Die Chinesen wollen ihre Währungsreserven offensichtlich unabhängiger vom US-Dollar machen. Das ist angesichts des Handelsstreits zwischen den beiden großen Nationen keine allzu große Überraschung.

Quelle: World Gold Council

Auffallend: Während die Notenbanken über das Jahr hinweg gekauft haben, war das Investoreninteresse in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres überschaubar. Doch die Verwerfungen an den Aktienmärkten zum Ende des Jahres sorgten dafür, dass die Gold-ETFs, vor allem der SPDR Gold Shares, deutliche Zuwächse erfahren haben. Die Zuflüsse im vierten Quartal lagen bei 112,4 Tonnen. Ein deutlicher Anstieg gegenüber den 32,5 Tonnen im vierten Quartal 2018.

 Im vierten Quartal lag die Nachfrage nach Gold nach Angaben des World Gold Councils bei insgesamt 1.281,5 Tonnen. Das Angebot hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert und lag bei 1.129,4 Tonnen. Für das gesamte Jahr 2018 kletterte die Nachfrage nach Gold um vier Prozent auf 4.345,1 Tonne, das Angebot lag leicht mit einem Prozent im Plus bei 4.490,2 Tonnen.

Wie viel Gold besitzt China wirklich?

Die große Unbekannte bei dieser Rechnung ist natürlich China: Es gibt viele, die die offiziellen Zahlen anzweifeln. Das hängt auch damit zusammen, dass die chinesische Zentralbank nur eine von mehreren staatlichen Einrichtungen in China ist, die Gold erwerben kann. Nicht alle sind auch verpflichtet, ihre Käufe zu veröffentlichen. Daher kann es durchaus sein – oder ist sogar wahrscheinlich –, dass China mittlerweile weit mehr Gold besitzt, als die People Bank of China tatsächlich ausweisen muss.

Interessant ist auf jeden Fall, dass die Notenbanken als große Käufer auf den Goldmarkt zurückgekehrt sind – und das obwohl Gold eigentlich keine große Rolle im internationalen Währungssystem mehr spielt. Langfristig ist das ein Zeichen, dass auch die mächtigen Notenbanker die Stabilität von Gold zu schätzen wissen. Und das sollte – neben anderen Faktoren wie die abnehmende Minenproduktion – zu einem steigenden Goldpreis führen. Die Weichen für die nächsten Jahre sind auf jeden Fall gestellt.

Langfristige Investoren erkennen die Chance, die sich auf dem Gold- und Silbermarkt auftut. Blendet man die kurzfristigen Schwankungen aus, dann dürften die kommenden Jahre den Edelmetallen und den Edelmetall-Aktien gehören. Steigen Sie jetzt bei Goldfolio, ihrem Börsendienst für Gold- und Silberaktien, ein. Das Depot liegt seit Jahresanfang knapp zehn Prozent im Plus. Doch das Potenzial für die kommenden Jahre ist gewaltig. In diesem Fall gilt tatsächlich: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Testen Sie Goldfolio 13 Ausgaben lang für 49 Euro. Alle Details: www.goldfolio.de