++ Bitcoin 12.000 USD: Jetzt einsteigen! ++
23.05.2018 Markus Bußler

Gold: Die Chance des Jahres?

-%
Gold

In der vergangenen Woche ist der Goldpreis unter die 200-Tage-Linie gefallen und hat auch noch die 1.300-Dollar-Marke durchbrochen. Und sofort nahmen die negativen Kommentare mit Blick auf den Goldpreis zu. Die ABN Amro zum Beispiel hat in Person von Georgette Boele sofort davon gesprochen, dass sich die Schwäche bei Gold weiter fortsetzen werde.

Die Argumente sind nicht neu: Der starke Dollar, die steigenden Renditen bei den US-Staatsanleihen, die Charttechnik. Eigentlich fehlt nur noch die Saisonalität um das Kabinett der Grausamkeiten für den Goldpreis zu vervollständigen. Fairerweise sollte man aber einräumen, dass die ABN Amro Kurse unter 1.250 Dollar als Kaufkurse sieht.

Definieren wir die Kaufzone

Nun, tatsächlich ist die Marke von 1.250 Dollar von Bedeutung. Ob wir aber tatsächlich Kurse unter dieser Marke sehen, steht nicht nur in den Sternen. Es darf sogar bezweifelt werden. Ich will Ihnen erklären warum. Mit dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie bei Gold wurde eine Bewegung eingeläutet, wie wir sie in den vergangenen Monaten immer gesehen haben, bevor Gold eine Rallye gestartet hat. Jetzt kommt es für uns darauf an, auszuloten, wie weit diese Bewegung geht und wo sich ein Einstieg lohnt. Aber bevor wir das tun, eine Anmerkung. „Zu Tiefstkursen kaufen und zu Höchstkursen verkaufen, können nur Lügner.“ Dieser Satz von André Kostolany gilt auch heute noch. Mit anderen Worten: Den absoluten Tiefpunkt trifft man nur mit etwas Glück. Wir wollen uns dem annähern. Doch, wenn sich das Chartbild so ausspielt, wie wir es heute sehen, dürfte es letztlich egal sein, ob wir fünf oder zehn Dollar höher oder niedriger kaufen.

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Goldpreis im Wochenchart. Verbinden wir die letzten Tiefpunkte von Mitte und Ende vergangenen Jahres, dann sehen wir, dass mit der Bewegung der vergangenen Woche eigentlich schon ein erstes Einstiegssignal generiert worden ist. Auf Wochenbasis wurde die 1.280 Dollar nicht mehr unterschritten und Gold könnte damit die Bewegung bereits vollendet haben. Behalten wir diese 1.280 Dollar einmal im Hinterkopf.

Genau diese Marke findet sich wenig überraschend auch beim kurzfristigen Aufwärtstrend im Tageschart wider. Nimmt man die Intraday-Bewegungen, dann wurde das Minimal-Ziel der Korrektur ebenfalls erreicht. Unterstützung erhält diese These von unseren Fibonacci-Retracements. Das 61,8 Prozent Fibo verläuft bei 1.286 Dollar. Diese Marke wurde nur intraday verletzt, auf Tagesschlusskurs hielt sie bislang.

Es gibt aber auch noch den längerfristigen Aufwärtstrend bei Gold. Ausgehend von unserem zyklischen Tief zur Jahreswende 2015/16 und den signifikanten Tiefpunkt Ende 2016 verläuft der längerfristige Aufwärtstrend aktuell bei knapp über 1.250 Dollar (Sie erinnern sich: Diese Marke hatte die ABN Amro genannt). Damit wäre es durchaus möglich, dass Gold, wenn die Marke von 1280 Dollar nicht hält, bis in diesen Bereich zurücksetzt. Da uns tatsächlich mit dem Juni einer der saisonal schwächsten Monate ins Haus steht, sollten wir dieses Szenario durchaus ernst nehmen. Gold könnte ähnlich dem, was wir im vergangenen Jahr gesehen haben, ein Tief im Juni ausbilden. Nur sollte dieses Tief über dem Dezember-Tief bei 1.240 Dollar liegen.

Kurzum: Unsere Kaufzone liegt also zwischen 1.250 und 1.280 Dollar. Der Stopp für jegliche Position sollte – je nachdem wie viel Kredit Sie den Bullen geben wollen – knapp unter dem Dezember-Tief gesetzt werden, das bei 1.240 Dollar gelegen hat.

1.420 Dollar im Blick

Wohin kann diese Aufwärtsbewegung führen? Über eine Bewegung zu reden, noch bevor sie begonnen hat, ist immer ein wenig der Blick in die berühmte Kristallkugel. Dennoch: Ziehen wir die COT-Daten mit unsere Rechnung ein, die übrigens die These stützen, dass wir uns sehr nahe am Tief befinden, dann dürfte die kommende Aufwärtsbewegung durchaus das Potenzial haben, die Widerstandszone bei 1.366/1.375 Dollar zu knacken und bis in den Bereich von 1.420 Dollar zu steigen. Aber damit beschäftigen wir uns, wenn es so weit ist.

Kurzum: Folgen Sie dieser Analyse, dann finden Sie gerade Kaufkurse vor. Vor allem der Bereich zwischen 1.280 und 1.250 Dollar eignet sich dazu, Minenaktien einzusammeln. Angesichts des genannten Stopps und des genannten Ziels finden Sie ein ausgezeichnetes Chance/Risiko-Verhältnis vor.

Auch bei Goldfolio werden wir die kommenden Wochen dazu nutzen, Liquidität abzubauen und neue Aktien zu kaufen. Wenn Sie dabei sein wollen, dann testen Sie einfach Goldfolio drei Monate lang für nur 49 Euro. Alle Details unter www.goldfolio.de.

Buchtipp: Gold - Player, Märkte, Chancen

Faszination Gold: Das Edelmetall zieht die Menschen seit Jahrhunderten in seinen Bann. Papiergeldwährungen sind gekommen und gegangen. Doch Gold hat den Wohlstand seiner Besitzer gesichert – und dieser Aspekt ist in Zeiten einer weltweiten Pandemie und einer ultra­lockeren Geldpolitik der Notenbanken aktueller denn je. In „Gold – Player, Märkte, Chancen“ entführt Markus Bußler Sie in die faszinierende Welt des Goldes. Egal ob Münzen, Barren oder Goldminen-Aktien – hier erfahren Sie, welche Fallstricke es zu ­meistern gilt und wie Sie Ihr Geld im wahrsten Sinne des Wortes am besten und sichersten zu Gold machen.

Autoren: Bußler, Markus
Seitenanzahl: 208
Erscheinungstermin: 01.10.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-720-9