16.08.2018 Markus Bußler

Gold: Der Crash!

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Gold
Trendthema

Blutiger Mittwoch für Goldanleger. Doch nicht nur für die. Allgemein kam es bei den Rohstoffen zu deutlichen Abschlägen. Bei Gold hielten sich die Abschläge mit 1,6 Prozent sogar noch im Rahmen, Silber und insbesondere Platin und Palladium kamen mit über vier Prozent unter Druck. Auch bei den Industriemetallen gab es Abschläge zwischen drei und vier Prozent.

Ein Crash? Auch wenn der Begriff sicherlich mittlerweile ausufernd gebraucht wird, kann man in diesem Fall zumindest von einem gefühlten Crash sprechen. Schließlich haben die wichtigen Minen-Indices im Bereich von 6 Prozent verloren. Das ist extrem schmerzhaft. Einige große Produzenten kamen in dieser Phase auch noch mit schlechten Nachrichten um die Ecke. Besonders hart erwischte es beispielsweise Gold Fields. Die Aktie verlor binnen zweier Tag knapp ein Viertel ihres Wertes.

Renminbi im freien Fall

Auslöser ist wieder einmal die Währungsseite. Der Renminbi wertet weiter ab. Der Dollar kletterte zum Renminbi in der Spitze auf 6,9348. Der Goldpreis kam im frühen asiatischen Handel weiter unter Druck und notierte im Tief bereits knapp über der Marke von 1.160 Dollar. Erholt sich aber mit Beginn des europäischen Handels leicht wieder. China will eine Delegation in die USA schicken, die über den festgefahrenen Handelsstreit verhandelt. Und das half der chinesischen Währung wieder etwas auf die Sprünge.

Der Tag wird wichtig für Goldanleger. Die Bullen müssen eher früher als später eine Reaktion zeigen. Gold hat mittlerweile vom Top im Frühjahr mehr als 15 Prozent an Wert verloren. Von einem Bärenmarkt spricht man übrigens, wenn die Kurse vom Hoch mehr als 20 Prozent eingebrochen sind. Von daher droht Gold tatsächlich in einen Bärenmarkt zu kippen, sollte der Druck anhalten.

Das Ganze ist aber unter Trump mehr und mehr zu einem politischen Spiel geworden. Nähern sich die USA und China wieder an, gibt es gar eine Einigung im Handelsstreit, dann dürften die Hedge-Fonds ihre hohen Shortpositionen auf der Währungsseite und bei den Rohstoffen rasch eindecken. Und das wird dem Goldpreis deutlich auf die Sprünge helfen. Die Augen richten sich also bis auf weiteres auf die Politik und die Währungen.