Es gibt Tage, an denen Aktien um über 90 Prozent explodieren. Gerade im Biotechnologie-Sektor, wo positive Studiendaten oder satte Übernahmeprämien über Nacht extreme Neubewertungen ermöglichen können, kommt dieser Fall nicht selten vor. Bei Innodata ist das hingegen nicht der Fall. Die Aktie des Daten-Engineering-Spezialisten kann sich nach den Zahlen zum ersten Quartal fast verdoppeln.
Der Umsatz stieg von Januar bis März um 54 Prozent auf gut 90 Millionen Dollar. Analysten rechneten hingegen nur mit 76,5 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 25 Millionen Dollar, womit Innodata sogar satte 139 Prozent über der Markterwartung lag.
Noch deutlicher fiel die Überraschung beim Ergebnis je Aktie aus: Mit einem Gewinn von 0,42 Dollar pro Papier fegte Innodata die Schätzung von gerade einmal 0,08 Dollar vom Tisch. Anders ausgedrückt: Innodata lag satte 425 Prozent über der Markerwartung.
Mit Blick auf das laufende Fiskaljahr wird das Unternehmen optimistischer. Das Umsatzwachstum soll nun bei über 40 Prozent liegen. Zuvor peilte Innodata einen Zuwachs von mindestens 35 Prozent an.
„Das erste Quartal war für Innodata ein Rekordquartal – und zwar mit großem Abstand", so CEO Jack Abuhoff. "Wir haben in einem einzigen Quartal einen Umsatz erzielt, der unseren Jahresumsatz von vor gerade einmal drei Jahren übertraf. Ebenso wichtig ist, dass unsere Ergebnisse zeigen, dass die strategische Position, die wir aufgebaut haben, sich in Skaleneffekten, Margenausweitung und Cashflow-Generierung niederschlägt.“
Der Spezialist für KI-Datenverarbeitung und -Dienstleistungen hat mit den Zahlen zum ersten Quartal auf ganzer Linie überzeugen können. Der Kurssprung von gut 90 Prozent wirkt allerdings klar überzogen. Anleger kaufen bei Innodata nun nicht in die Fahnenstange hinein und verharren an der Seitenlinie.
Heute, 17:03