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04.12.2018 Thorsten Küfner

Gazprom: Nord Stream 2 wieder in Gefahr

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Gazprom

Die jüngsten Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben dazu geführt, dass das Projekt Nord Stream 2 noch stärker in die Kritik gerät. Nachdem die USA und andere europäische Staaten bereits mehrfach ihren Unmut über die zweite Ostsee-Pipeline kundgetan haben, wachsen nun auch in der CDU die Zweifel.

So haben sich jüngst alle drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz skeptisch gezeigt, ob das Projekt im Falle einer weiteren Eskalation im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine realisiert werden sollte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bisher stets betont, dass es sich beim Bau der Pipeline um ein rein wirtschaftliches Projekt handle.

Ärgerlich und teuer, aber mittel- bis langfristig verkraftbar
Sollte Nord Stream 2 tatsächlich doch noch scheitern, wäre dies für Gazprom natürlich ärgerlich und auch teuer, da schon Milliarden investiert worden sind. Nichtsdestotrotz dürfte Gazproms Marktmacht in Europa in den kommenden Jahren weiter wachsen, alleine schon aufgrund der sinkenden Förderung aus den britischen und norwegischen Gasfeldern in der Nordsee.
Zudem wird bereits offen darüber diskutiert, Turkish Stream in den kommenden Jahren weiter auszubauen, um dadurch auch viele zentral- und osteuropäische Länder mit russischem Erdgas versorgen zu können.

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Für mutige Anleger weiter attraktiv
Es bleibt dabei: Für konservative Anleger sind eher andere Aktien attraktiver (siehe hier). Mutige können hingegen nach wie vor bei den mit einem KGV von 3 und einem KBV von 0,3 sehr günstig bewerteten Titeln zugreifen (Stopp: 3,50 Euro).

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