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Foto: Gazprom
16.01.2020 Thorsten Küfner

Gazprom: Das schmerzt mehr als Nord Stream 2

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Gazprom

Der überraschende Rücktritt der Regierung belastete die Gazprom-Aktie gestern kaum. Auch die Verzögerungen beim Bau von Nord Stream 2 konnten dem Kurs wenig anhaben – die finanziellen Auswirkungen davon sind aktuell ohnehin noch überschaubar. Allmählich wird aber ein mögliches Problem für Gazprom immer deutlicher, was die Aktie doch nachhaltig belasten könnte.

So bleiben die Temperaturen in Europa weiterhin sehr mild – untypisch mild im Vergleich zu den Vorjahren. Dementsprechend mäßig dürfte sich die Gasnachfrage entwickeln. Dies ist natürlich eine deutliche Belastung für den Gaspreis. Dieser hat sich ohnehin schon in den vergangenen Wochen sehr schwach entwickelt.

Für den weltgrößten Erdgasproduzenten bedeuten niedrigere Gaspreise natürlich auch geringere Einnahmen. Zwar sind bei vielen Lieferverträgen die Gaspreise über einen längeren Zeitraum hinaus festgezurrt. Dennoch würden sich anhaltend schwache Gaspreise natürlich auch im Konzernergebnis widerspiegeln und könnten auch den Aktienkurs etwas zusetzen.

Gazprom (WKN: 903276)

Keine Panik 

Es ist keine Neuigkeit, dass Gazproms Gewinn im laufenden Jahr leicht rückläufig sein dürfte. Anleger sollten daher trotz der anhaltend milden Temperaturen nicht in Panik geraten. Was man sich ja stets vor Augen halten muss: Selbst bei einem Gewinnrückgang um fast 20 Prozent würde das KGV der Dividendenperle immer noch bei knapp 5 liegen – die Aktie ist im internationalen Vergleich ein absolutes Schnäppchen und sollte in Zeiten eines globalen "Anlage-Notstands" weiterhin gefragt bleiben. Mutige Anleger können nach wie vor zugreifen (Stopp: 5,60 Euro). 

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