27.04.2020 Marion Schlegel

Fresenius-Tochter FMC: Kopf-an-Kopf-Rennen mit Wirecard

-%
Fresenius Medical Care

Die Aktie der Dialyse-Tochter von Fresenius, Fresenius Medical Care (FMC), hat sich in den vergangenen Wochen extrem stark entwickelt. Im 3-Monats-Vergleich ist das Papier sogar das stärkste im gesamten DAX, vor Wirecard und der Deutschen Börse. Auch den kurzfristigen Vergleich braucht die Aktie nicht scheuen. Im Ein-Wochen-Vergleich führt zwar Wirecard mit plus 9,4 Prozent, auf Platz zwei folgt aber schon FMC mit einem Plus von 6,9 Prozent. Am 6. Mai wird FMC die Zahlen für das erste Quartal veröffentlichen. Einige Analysten haben das Papier nurn vor der Zahlenvorlage noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die FMC-Aktie mit einem Kursziel von 84 Euro auf der "Conviction Buy List" belassen. Die Coronavirus-Pandemie berge viele Ungewissheiten mit Blick auf das US-Geschäft des Dialyse-Anbieters, schrieb Analystin Veronika Dubajova in einer am Montag veröffentlichten Studie. Sie hält die Risiken aber weiterhin für kontrollierbar.

Fresenius Medical Care (WKN: 578580)

Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Fresenius Medical Care (FMC) vor denZahlen für das erste Quartal von 84 auf 81 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst Hassan Al-Wakeel rechnet gemäß einer am Montag vorliegenden Studie mit einer robusten Umsatzentwicklung des Dialyse-Anbieters. Covid-19-bedingte Kosten sollten vom zweiten Quartal an kompensiert werden. Der Experte kürzte seine Gewinnschätzungen, hält die Aktie aber nach wie vor für günstig bewertet.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für FMC vor Kurzem ebenfalls auf "Overweight" mit einem Kursziel von 90,80 Euro belassen. Wie bei vielen Unternehmen dürfte auch beim Dialysespezialisten die Covid-19-Krise das erste Quartal beeinflusst haben, so Analyst David Adlington. Anders jedoch als bei den meisten sei dieser Einfluss für FMC aber wohl nicht nur negativ gewesen.

Auch DER AKTIONÄR ist der Ansicht, dass die Perspektiven bei FMC langfrstig stimmen. Das Überraschungspotenzial bei den Zahlen dürfte eher gering sein. Anleger bleiben an Bord, sichern ihre Position aber mit einem Stopp bei 52,00 Euro nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6