16.04.2019 Markus Bußler

First Majestic Silver: Vorsicht!

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First Majestic
Trendthema

Die Aktie des Silberproduzenten First Majestic Silver gerät heute zum Handelsstart in Nordamerika unter Druck. Der Konzern hat heute die vorläufigen Produktionszahlen für das erste Quartal geliefert und die fallen nach eigenen Angaben des Konzerns „solide“ aus. Doch das eine oder andere Problem bleibt bei genauerem Hinsehen. Und der Chart ist mittlerweile deutlich angeschlagen. Höchste Zeit, für die Bullen, ein Zeichen zu setzen.

First majestic hat im ersten Quartal 2019 insgesamt 6,3 Millionen Unzen Silber-Äquivalent produziert. Die Produktion setzt sich aus 3,3 Millionen Unzen Silber und 32.037 Unzen Gold zusammen. Dazu addieren sich 2,7 Millionen Pfund Blei und 1,3 Millionen Pfund Zink. „Wir haben einen soliden Start in das Jahr 2019“, kommentiert CEO Keith Neumeyer die Zahlen. Die Silberproduktion lage zwei Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg geht auf den höheren Silbergehalt im Erz von San Dimas und La Encantada zurück. Auf La Encantada wurde ein neuer Roeaster installiert. Entsprechend sprang die Produktion auch an. Aber noch liegt der Durchsatz durch den Roaster unter der Prognose für das Gesamtjahr. Hier liegt noch einige Arbeit vor First Majestic. Dazu rechnet First Majestic mit höheren Gewinnungsraten auf Santa Elena, La Encantada und La Parrilla im zweiten Halbjahr.

Ein Blick auf die einzelnen Minen zeigt, dass San Dimas, die Mine, die First Majestic im vergangenen Jahr erworben hat, aufgrund der Goldproduktion von 21.095 Unzen zur wichtigsten Mine des Konzerns aufgestiegen ist. Nummer zwei ist Santa Elena, die Mine, die aus der Übernahme von Silvercrest stammt. Beide Minen zusammen stehen für rund 60 Prozent der Silber-Äquivalentproduktion des Konzerns.

Charttechnisch ist First Majestic angeschlagen. Die Bullen müssen nun die Marke von 8,00 Kanadischen Dollar verteidigen, soll das Papier nicht Gefahr laufen, relativ zügig in den Bereich von 7,00 Kanadischen Dollar zu fallen. Der Silberpreis ist aktuell dabei sicher keine Hilfe. Bei Kursen um 15 Dollar je Unze dürften es praktisch alle Silberproduzenten schwer haben, Cash zu generieren. Investierte Anleger sichern ihre Position mit einem Stopp knapp unter der 8,00-CAD-Unterstützung ab.