Die Comebacks nach Corona
08.02.2021 Markus Bußler

First Majestic Silver: Autsch! Das wäre bitter

-%
First Majestic

Die Aktie des Silberproduzenten First Majestic Silver hat in den vergangenen zwei Wochen eine extrem Berg- und Talfahrt auf das Parkett gezaubert. Getrieben von dem Ansturm der Privatanleger auf den Silbermarkt schoss das Papier zunächst um mehr als 60 Prozent nach oben. Doch anschließend ging es genauso rasch wieder in die andere Richtung. Sicher. Operativ läuft es bei dem Konzern. Und angesichts eines Silberpreises von mehr als 26 Dollar verdient First Majestic auch prächtig. Doch ein Problem bleibt. Und das nimmt gerade neue Dimensionen an.

Es geht dabei wieder einmal um den Steuerstreit, in den First Majestic Silver in Mexiko verstrickt ist.Dabei ist First Majestic zu den Problemen ein wenig wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Es geht vor allem um die Tochter Primero Empresa Minera, die First Majestic durch die Übernahme der San Dimas Mine erworben hat. Im Prinzip stammen die Probleme aus der Zeit vor der Übernahme – doch First Majestic ist Rechtsnachfolger. Ursprünglich ging es um rund 260 Millionen Dollar. Doch die mexikanischen Steuerbehörden wollen jetzt mehr. Von über 500 Millionen Dollar ist mittlerweile die Rede. Und das ist eine Menge Geld.

Sicher: Der Streit schwelt seit Monaten im Hintergrund und kocht ab und an wieder hoch. Bislang sind alle Einigungsversuche gescheitert. Die Frage wird sein, ob man sich nicht doch irgendwann auf eine Art Vergleich einigen wird, was wohl für alle Seiten das Beste wäre. Die Aktie selbst hat diesen Steuerstreit bislang gut weggesteckt. Positiv: Der Rücksetzer führte das Papier zuletzt nicht mehr auf das Ausbruchsniveau zurück. Die Aktie notiert auch nach den Verlusten der vergangenen Woche über dem Niveau vor dem Anstieg. Damit bleibt das Kaufsignal bei First Majestic Silver aktiv. Mutige Anleger, die auf eine weitere Silberrallye spekulieren, nutzen Rücksetzer zum Aufbau einer Position.

First Majestic (WKN: A0LHKJ)